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Wegen Virus-Variante

Österreich untersagt Einreise aus Südafrika

Sieben Länder betroffen

Aufgrund der neu entdeckten Virus-Variante verschärft Österreich die Einreisebestimmungen aus sieben südafrikanischen Ländern. Österreicher dürfen jedoch jederzeit wieder einreisen.

- Österreich und die EU wappnen sich gegen die neue südafrikanische Coronavirus-Variante. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini werden als Virusvariantengebiete eingestuft und Einreisen aus diesen Ländern grundsätzlich untersagt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Die Novelle tritt um Mitternacht in Kraft. Flüge aus dem südlichen Afrika solle gekappt werden, schlug EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor.

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Wie gut aktuelle Impfstoffe gegen die neue Corona-Variante wirken, sollen nun Laborversuche zeigen. (SYMBOLBILD)

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Zugleich spricht das Außenministerium eine Reisewarnung (Stufe 6) für die sieben afrikanischen Länder aus, teilte Außenminister Michael Linhart (ÖVP) mit. Das Außenministerium warnt somit vor allen touristischen und nicht notwendigen Reisen, einschließlich Urlaubs- und Familienbesuchsreisen in diese Länder.

Österreicher dürfen einreisen

Österreichische Staatsbürger seien zur Einreise berechtigt, hätten aber besonders strenge Quarantäneregelungen - zehntägige Quarantäne, PCR-Test bei der Einreise, Registrierung - einzuhalten. Zusätzlich werde ein Landeverbot für Flüge aus diesen sieben afrikanischen Ländern verhängt.

Die neue Variante weist 32 Mutationen im Spike-Protein auf
++ THEMENBILD ++ "Mutantenjäger" Ullrich Elling beim Betrachten der Strukturen von Corona-Spike-Proteinen mit Mutationen in einem Labor der "IMBA" am BioCenter in Wien fotografiert am 26. Februar 2021.

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Sorge wegen Virus-Variante aus Südafrika

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) erklärte, die neue Variante gebe Anlass zur Sorge. "Wir reagieren rasch und konsequent: Eine verpflichtende Quarantäne für Einreisende aus Südafrika, Lesotoho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini soll dabei helfen, die globale Ausbreitung der neuen Variante zu verlangsamen", so Schallenberg. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein betonte, Österreich reagiere unmittelbar auf die aktuellen Entwicklungen. "Ebenfalls ist es wichtig, dass auch andere Länder in der Europäischen Union hier schnell handeln."

Verdachtsfall in Israel bestätigt

Auch in Israel wurde nach offiziellen Angaben eine Person identifiziert, die sich mit einer zuerst in südafrikanischen Ländern entdeckten neuen Variante des Coronavirus infiziert hat. Zwei weitere Personen seien Verdachtsfälle, die noch auf ihre Testergebnisse warteten, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie befänden sich in Quarantäne.

EU schottet sich ab 

"Die Kommission wird in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten vorschlagen, die Notbremse zu aktivieren, um den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika aufgrund der besorgniserregenden Variante B.1.1.529 einzustellen", twitterte von der Leyen. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza schränkte wegen der Coronavirus-Variante per Anordnung die Einreise aus mehreren südafrikanischen Ländern eingeschränkt. Deutschland will Südafrika und eventuell Nachbarländer am Freitag zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus dem Gesundheitsministerium in der Nacht in Kraft treten. In Asien kündigten Singapur und Indien am Freitag strengere Grenzkontrollen und strengere Corona-Tests an.

Verunsicherung an Börsen

Die neue Corona-Variante sorgte auch den Börsen für große Verunsicherung. Anleger befürchteten einen neuen Rückschlag für die Weltwirtschaft. Der Dax brach zu Handelsbeginn um 3,4 Prozent auf 15.376 Punkte ein, so stark wie zuletzt vor einem Jahr. Wissenschafter hatten die B.1.1.529-Variante bisher nur in relativ geringer Zahl in Südafrika, Botswana und Hongkong entdeckt, sind aber besorgt über die hohe Zahl von Mutationen bei der Variante, weil es noch offen ist, ob hier die Impfungen noch ausreichend wirken.

WHO berät über nächste Schritte

Südafrika hatte am Freitag erklärt, ein ebenfalls verhängtes britisches Flugverbot für sechs Länder des südlichen Afrikas wegen der Entdeckung einer neuen Corona-Variante erscheine übereilt, da selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht über die nächsten Schritte beraten habe. Die WHO will in einer Expertenrunde am Mittag über die Variante beraten. Zu den Flugreisebeschränkungen äußerte sich die WHO zunächst nicht.

Die taiwanesische Regierung teilte mit, dass Reisende aus "Hochrisiko"-Ländern des südlichen Afrikas für 14 Tage in staatliche Quarantäneeinrichtungen gehen müssen. Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern erklärte gegenüber Reuters, ihr Land sei auf die neue Variante gut vorbereitet. Anfang dieser Woche hatte Neuseeland erklärt, es werde seine Grenzen ab dem 30. April für vollständig geimpfte internationale Reisende wieder öffnen.

In Japan hat die Regierung eine Verschärfung der Grenzkontrollen für Einreisende aus Südafrika und fünf andere afrikanische Länder beschlossen, wie die Nachrichtenagentur Jiji meldet.

(Quelle: APA)

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