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Bestätigung ausständig

Erster Omikron-Verdacht in Österreich

Möglicher Fall in Tirol gemeldet

Es hat nicht lange gedauert, bis der erste Verdachts-Fall der neuen Corona-Variante, namens Omikron, in Österreich aufgetaucht ist. Es soll sich dabei um eine Person im tiroler Bezirk Schwaz handeln. Eine Bestätigung steht noch aus.

In Österreich gibt es den ersten Omikron-Verdachtsfall. Nachdem bereits in anderen europäischen Ländern die neue Virus-Mutation B.1.1.529 aufgetaucht ist, liegt laut Land Tirol Samstagabend ein mit einer Südafrikareise assoziiertes positives PCR-Testergebnis im Bezirk Schwaz vor. Nach der Erstprüfung durch die Virologie Innsbruck bestehe ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutation handeln könnte, informierte das Land in einer Aussendung.

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Neue Corona-Variante in Europa angekommen

Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei …

Verdachts-Fall nach Südafrika-Reise

Von der Infektion betroffen sei eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Wie das Land mitteilte, habe sich die betroffene Person laut eigenen Angaben seit der Reiserückkehr vor drei Tagen beinahe ausschließlich zu Hause aufgehalten und weise derzeit keine Symptome auf.

Die Person habe zwar bereits zwei Impfdosen mit einem mRNA-Impfstoff (entweder Biontech/Pfizer oder Moderna; Anm.) erhalten, der zweite Stich liege aber bereits rund neun Monate zurück. Die Kontaktpersonen seien jedenfalls abgesondert worden.

Corona-Test wird sequenziert

Die Testprobe werde nun an die AGES nach Wien für eine entsprechende Sequenzierung übermittelt, erläuterte Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes Corona. Dort werde die Viruszusammensetzung genau beleuchtet. "Mit einem Ergebnis der AGES wird in den kommenden Tagen gerechnet", kommentierte Rizzoli die weitere Vorgehensweise. Rizzoli empfahl "Personen, die aus den definierten Ländern (Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini; Anm.) in den vergangenen 14 Tagen eingereist sind, vorsorglich einen Covid-PCR-Test vorzunehmen".

Zuvor hatten unter anderem die italienischen und deutschen Behörden Omikron-Fälle bestätigt. Bei Flugpassagieren, die schon vor mehreren Tagen in München bzw. Mailand angekommen waren, wurde die Virusvariante festgestellt. Auch bei einem Verdachtsfall im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) wurde Omikron "mit rund 90-prozentiger Sicherheit" bestätigt, hieß es am Abend. Die britischen Behörden meldeten zwei Fälle und verhängten daraufhin eine Quarantänepflicht für alle Einreisenden.

Omikron in Europa angekommen

Belgien war am Freitag das erste europäische Land, das einen Omikron-Fall bestätigte. Mit besonders großer Sorge wird indes in die Niederlande geblickt, wo am Freitag 61 von 600 Passagieren auf zwei Flügen aus Südafrika positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Schnelltests erhärteten den Verdacht, dass auch sie die neue Variante in sich tragen. Die niederländischen Behörden sind sich diesbezüglich schon zu 95 Prozent sicher, hieß es.

Wie zahlreiche europäische Länder hatte auch Österreich sich mit Samstag gegen das südliche Afrika abgeschottet und Landeverbote verhängt. Der Virologe Norbert Nowotny sagte am Freitagabend in der "ZiB Nacht", er rechne in ein bis zwei Wochen mit dem Eintreffen der Variante in Österreich. Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) sagte, er halte es nur mehr für "eine Frage der Zeit", bis die neue Variante nach Österreich komme. "Wir alle haben es aber in der Hand, zusammen dagegen anzukämpfen, in dem wir uns so schnell wie möglich impfen lassen", lautete der Kanzler-Appell.

Afrika-Rückkehrer nutzen AGES-Hotline

Die Telefon-Hotline der AGES für Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika erfuhr indes regen Zuspruch. Bis Samstagmittag hatten sich schon 300 Personen unter 01/26 75 032 gemeldet. Dort erhalten sie Informationen, wohin sie sich wegen eines behördlichen PCR-Tests wenden können.

Die im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante vereint Mutationen, die bereits bei früher als besorgniserregend eingestuften Varianten aufgetreten waren. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 21.05.2022 um 07:49 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/omikron-verdacht-in-oesterreich-113187271

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