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Autofahrer findet Schlange im Motorraum

Äskulapnatter wieder in Natur ausgesetzt

Die harmlose Äskulapnatter versteckte sich im Motorraum

Ein Feuerwehrmann, der Erfahrung mit Schlangen hatte, befreite das Tier und setzte es im Augebiet aus.

Ein Autofahrer auf der Durchreise hat am Samstag auf einer Raststation im oö. Ansfelden eine Schlange im Motorraum entdeckt. Es handelte sich um eine ungiftige Äskulapnatter.

Der Mann fuhr zum Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Ansfelden. Ein anwesender Feuerwehrmann, der schon Erfahrung mit Schlangen hatte, holte das Tier heraus und setzte es im Augebiet aus.

(Quelle: APA)

Diese vier Schlangen sind in Salzburg heimisch

Ein Königspython im Salzburger Pinzgau hat am Wochenende die Polizei auf den Plan gerufen. Das exotische Tier dürfte seinem Halter ausgebüxt oder gar ausgesetzt worden sein. Heimisch sind bei uns nur vier Schlangenarten, eine davon ist giftig, wie Peter Kaufmann vom Haus der Natur im S24-Gespräch erklärt.

Grundsätzlich sind alle Schlangen in Salzburg geschützt und stehen auf der sogenannten „Roten Liste“. Dort werden Tiere aufgelistet, die vom Aussterben bedroht sind. Sie dürfen deshalb auch nicht getötet oder mitgenommen werden.

 

Vier Schlangenarten in Salzburg

In Salzburg gibt es noch vier heimische Arten: Die Äskulapnatter, die Ringelnatter, die Schlingnatter und die Kreuzotter. Nur letztere ist giftig. Eine Begegnung mit einer Kreuzotter habe aber Seltenheitswert, weiß der Reptilien-Experte aus dem Haus der Natur. „Sie ist fast nie im Siedlungsgebiet zu finden, sondern hauptsächlich im Gebirge und in der Nähe der großen Moorgebiete im Flachgau, zum Beispiel in der Nähe vom Bürmooser Moor“, erklärt er.

Ringelnattern am häufigsten

Die größte Schlange im Bundesland ist die Äskulapnatter. Diese kann bis zu eineinhalb Metern lang werden und lebt hauptsächlich in den Salzachauen. „Sie ist eine sehr geschickte Kletternatter“, sagt Kaufmann. Die Schlingnatter ist eine sehr versteckt lebende Schlangenart, die man nur selten und zu den richtigen Witterungsbedingungen findet. Diese beiden Arten würden nur bei Bedrohung beißen, beispielsweise wenn man sie versucht zu fangen. „Das ist aber streng verboten“, stellt der Experte klar.

Die Ringelnatter – die häufigste heimische Schlangenart in Salzburg – beiße hingegen gar nicht. Sie ist in der Regel nahe am Wasser zu finden und erkennbar an den halbmondförmigen Flecken auf ihrem Hinterkopf.

Blindschleichen und Schlangen nicht verwechseln

Zu Verwechslungen komme es auch mit Blindschleichen. „Dabei handelt es sich aber um beinlose Echsen“, so Kaufmann. Diese seien völlig harmlos.

 

Schlange im Garten – was tun?

Trifft man auf einer Wanderung oder auch im heimischen Garten auf ein Reptil, „soll man sich zuerst einmal freuen“, sagt Kaufmann. Denn das sei gar nicht so häufig. Er rät dazu, die Tiere in Ruhe zu lassen und aus sicherer Distanz zu beobachten.

Gerade im eigenen Garten kann beim Besuch eines Reptils aber schon mal Unsicherheit auftreten. Hier rät Kaufmann sich beim Haus der Natur zu melden. Man könne via E-Mail oder WhatsApp ein Foto schicken und Experten geben dann Auskunft. Auch auf der Beobachtungsplattform www.oberservation.at gibt es diese Möglichkeit.

Was tun bei einem Biss?

Erst vergangene Woche musste eine Elfjährige in Abtenau (Tennengau) nach einem Biss von der Bergrettung ins Tal gebracht werden (wir haben berichtet). Die Hand des Mädchens war laut Aussendung der Retter stark angeschwollen und blau angelaufen. Wie die Sprecherin der Bergrettung, Maria Riedler, gegenüber S24 sagt, seien solchen Einsätze aber selten, wenngleich es heuer vermehrt zu Bissen komme. Sie rät dazu, das betroffene Körperteil ruhig zu stellen und zu kühlen. Man solle die Wunde beobachten und medizinisch abklären lassen. Es könnten auch Kreislaufprobleme auftreten.

Nach einem Biss sollte man nicht in Panik verfallen. Das Kreuzottern-Gift sei gut behandelbar, erklärt Reptilien-Experte Kaufmann abschließend.

Aufgerufen am 30.09.2020 um 09:02 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/ooe-autofahrer-findet-schlange-im-motorraum-92457280

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