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Hoffnung aber bleibt

Österreicher sehen Pandemie-Ende noch nicht 2021

Größter Wunsch ist Rückkehr zur Normalität

MNS, Coronavirus, SB ASSOCIATED PRESS
Die Hoffnung, dass die Pandemie schon 2021 vorbei sein wird, haben die wenigsten der Befragten. (SYMBOLBILD)

86 Prozent der Österreicher sind sich sicher, dass die Corona-Krise auch dieses Jahr das Land intensiv beschäftigen wird. Das ergab eine aktuelle IMAS-Umfrage. Demnach rechnen die Wenigstens mit einer Erholung der Wirtschaft 2021.

Das Linzer Meinungsforschungsinstitut hat im November und Dezember des Vorjahres 1.017 Österreicher ab 16 Jahre repräsentativ befragt, welche Bedeutung Corona 2021 noch haben wird. 43 Prozent meinten, die Pandemie "wird uns 2021 sehr intensiv beschäftigen", der gleiche Anteil der Befragten sagte "eher intensiv". Nur zehn Prozent rechnen damit, dass sich das Thema heuer erledigen werde, vier Prozent machten keine Angaben.

Impfstoff gibt vielen Hoffnung

Gefragt danach, von welchen der in der Umfrage genannten Aspekte man sich am ehesten erwartet, dass die "Pandemie gut überstanden" werde, nannten die meisten die Entwicklung des Impfstoffes. 55 Prozent vergaben hierfür die Schulnote Eins und setzen damit "sehr große Hoffnungen" auf ein Vakzin. 19 Prozent erteilten einen Zweier (große Hoffnung). Nur acht Prozent verbinden kaum Erwartungen mit dem Impfstoff und erteilten damit diesem Aspekt einen Fünfer.

Keine guten Noten für Landes- und Bundesregierung

Auch von der medizinischen Erforschung der Pandemie erhofft sich die Bevölkerung viel: 53 Prozent gaben dieser Antwortmöglichkeit die Note Eins und 26 Prozent einen Zweier. Sehr hohe Erwartungen in die Politik setzen die Österreich aber offenbar nicht. Dass durch das Handling der Bundes- oder Landesregierung die Pandemie überwunden werde, für diese Option gab es die wenigsten Einser und Zweier (Bundespolitik: 22 Prozent Note Eins, 25 Prozent Note Zwei; Landespolitik: 20 Prozent Note Eins, 25 Prozent Note Zwei).

 

Rückkehr in ein normales Leben

Persönlich wünschen sie die Österreicher für heuer am sehnlichsten, dass die Pandemie zu Ende geht, sie und ihre Familie gesund bleiben, eine Rückkehr in ein normales Leben sowie Reisefreiheit. Diese Punkte stehen ganz oben auf der Wunschliste. Umwelt- und Klimaschutz nannten die wenigsten.

Mit einer Erholung der Wirtschaft rechnen viele nicht so schnell. Nur acht Prozent nahmen das für das ersten Halbjahr 2021 an, 23 Prozent für das zweite Halbjahr. 48 Prozent glauben, dass es erst 2022 oder 2023 bergauf geht. Ein Fünftel meinte gar, erst nach 2023 bessere sich die wirtschaftliche Lage wieder.

(Quelle: APA)

Wie benotet ihr Österreichs Krisen-Management?

SB: Sebastian Kurz, Rudolf Anschober APA/HERBERT NEUBAUER
(ARCHIVBILD)

Corona hat unser Leben weiter fest im Griff. Die Pandemie nimmt seit rund zehn Monaten Einfluss auf unser aller Leben. Im Meinungscheck wollen wir heute von euch wissen, wie ihr das bisherige Krisenmanagement der österreichischen Bundesregierung während der Pandemie bewertet. Stimmt ab!

Begonnen hat alles vor etwa zehn Monaten – seitdem prägen MNS-Masken, Abstandsregeln, Ausgangsbeschränkungen und Co. unseren Alltag. "Wir werden unser soziales Leben auf ein Minimum reduzieren", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vor dem ersten Lockdown am 13. März 2020. Schulen, Uni und Co. mussten genauso schließen wie der Handel, die Gastronomie und Hotellerie. Die Arbeitslosenzahlen erreichten bis dato negative Höchstwerte.

 
 

Österreich im Lockdown

Acht Monate später – am 14. November – rief Kurz den zweiten Shutdown aus: "Treffen Sie niemanden." Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) forderte "eine Notbremsung, und zwar sofort." Ganze Branchen stehen seitdem still, auch der Schulbetrieb ist weit weg von einem normalen Betrieb. Und nun dürfte der bereits dritte Lockdown in Österreich vor einer Verlängerung stehen. 

 

Startschuss für Corona-Impfungen

In der zweiten Jänner-Woche gab die Salzburger Landesregierung schließlich bekannt, wer sich wann impfen lassen kann. Zuvor hat die Bundesregierung diese Verantwortung an die Länder übertragen.

 

Unterdessen ist letzte Woche ein "kleiner U-Ausschuss" zur Untersuchung des Corona-Krisenmanagements der Regierung gestartet. Vier Ministerien sollen die Beschaffung und Auftragsvergabe rund um Schutzmasken und -anzüge sowie die verschiedenen Tests, Werbung und Inserate, die Beschaffung von FFP2-Masken für Ältere sowie die Stopp-Corona-App offenlegen.

Coronatest, Coronavirus APA/dpa/Oliver Berg
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"Reintesten" im Nationalrat beschlossen

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