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"Nicht direkt bezogen"

Parlament bezog umetikettierte MNS-Masken

Hygiene Austria im Bestand

Auch das Parlament bezog Masken von Hygiene Austria.
Die FFP2 Maske von Hygiene Austria ist auch im Bestand des Parlaments zu finden.

Die Hausdurchsuchung beim heimischen MNS-Hersteller Hygiene Austria hat am Mittwoch auch den Ibiza-Untersuchungsausschuss am Rande beschäftigt. Vertreter von SPÖ und FPÖ wiesen darauf hin, dass die im Ausland produzierten und mutmaßlich umetikettierten Produkte auch vom Parlament zur Verfügung gestellt werden.

Auch der Umstand, dass der Geschäftsführer der Firma ein Verwandter der Büroleiterin von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist, wurde prominent erwähnt.

Hygiene Austria, FFP2, APA-OTS/Hygiene Austria
Hygiene Austria versorgt den heimischen Handel mit FFP2-Masken.

Razzia bei Hygiene Austria

Corona-Masken-Produzent Hygiene Austria ist Ziel einer groß angelegten Razzia geworden. Es bestehe der Verdacht, dass der heimische Maskenproduzent aus China importierte Schutzmasken als …

Hygiene-Austria-Masken im Bestand des Parlaments

Wie die Parlamentsdirektion auf APA-Anfrage bestätigte, befinden sich MNS-Masken des heimischen Herstellers Hygiene Austria im Bestand des Parlaments. Diese seien aber nicht direkt bezogen worden. Vielmehr habe es sich um einen "Abruf bei der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG)" gehandelt.

Unternehmen weist Vorwürfe weiter zurück

Ansonsten hoffen alle Fraktionen auf eine schnelle juristische Aufarbeitung der Causa. Das Unternehmen hatte von "haltlosen Vorwürfen" der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gesprochen und ihr vorgeworfen, in tagespolitische Auseinandersetzungen hineingezogen zu werden.

Rasche Aufklärung gefordert

Laut FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker versucht die ÖVP "nicht nur, politisch Kapital aus dieser Krise zu schlagen, sondern auch finanziell". Ansonsten hielten sich die Abgeordneten mit Vorwürfen in der Causa eher zurück, da man großteils nur aus den Medien davon erfahren habe. Für rasche Aufklärung sprach sich ÖVP-Fraktionsführer Wolfgang Gerstl aus. Die Justiz müsse schnell arbeiten und - je nachdem - schnell anklagen bzw. das Verfahren einstellen.

(Quelle: APA)

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