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Änderung der Strategie

PCR-Tests bald nicht mehr überall verfügbar

System laut Gecko teils an Belastungsgrenze

Eine Änderung der Corona-Teststrategie kündigte Generalmajor Thomas Starlinger, Mitglied der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko), in der "ZIB Nacht" an. Demnach stoßen die PCR-Testungen wegen Omikron in manchen Regionen Österreichs an die Belastungsgrenze. Im Land Salzburg sind derzeit wöchentlich bis zu 60.000 behördliche PCR-Tests möglich.

Nicht jeder wird sich überall wie bisher testen lassen können, man werde gezwungen sein, Schwerpunkte in gewissen Bereichen zu setzen und auch auf Antigen-Tests zurückgreifen müssen.

 

PCR-Testsystem an Belastungsgrenze

Außerhalb von Wien, wo man für die entsprechenden Kapazitäten gesorgt hatte, stoße man in manchen Regionen bei den PCR-Tests an die Belastungsgrenzen, sagte Starlinger. Dort wird man gezwungen sein, Schwerpunkte zu setzen – und zwar im Pflegebereich, den Schulen und der kritischen Versorgung. Und bevor man gar nicht testet, müsse man auch Antigen-Tests einsetzen, die dann maximal zwölf Stunden gültig sind, so Starlinger.

Behördliche PCR-Tests in Salzburg

Derzeit sind in Salzburg rund 60.000 behördliche Tests pro Woche möglich, schreibt das Land am Freitagmorgen in einer Aussendung. Das System sei aber flexibel. "Wir können bei Bedarf zusätzliche Standorte und Linien mit dazu nehmen", so Sabine Kornberger-Scheuch, Geschäftsführerin des Roten Kreuz Salzburg. "Zum Beispiel wurde vor kurzem auch ein Standort in Werfen eröffnet, auch um die Teststation in Schwarzach zu entlasten." Weitere behördliche Teststraßen im Flachgau und Tennengau seien zusätzlich zu den bestehenden in den Bezirken in Vorbereitung.

Die Salzburger Teststrategie beruht laut Aussendung auf vier Säulen: PCR-Gurgeltests für zu Hause, Teststationen des Roten Kreuzes in allen Bezirken, die teilnehmenden Apotheken sowie Ärzte und schließlich die behördlich angeordneten PCR-Tests.

Starlinger über neue Corona-Teststrategie

Die Änderung der Teststrategie sei die Reaktion auf die Dynamik eines Virus, der nicht berechenbar war, so Starlinger in der "ZiB Nacht" weiter. Man müsse aus der derzeitigen Situation die Lektionen lernen und – das sei u.a. seine Aufgabe innerhalb von GECKO – die entsprechenden Testsysteme aufbauen, damit man nicht mehr in eine Situation komme, wie wir sie jetzt sehen.

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Gesundheitsminister Mückstein (Grüne) während der PK "Aktueller Stand Omikron in Österreich" in Wien. 

Regierung richtet Corona-Krisenstab ein

Die Regierung richtet eine "gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination", kurz "GECKO" ein. Diese soll die Regierung angesichts der Bedrohung durch die neue Omikron-Variante informieren, beraten und …

Der Aufbau neuer Testkapazitäten würde, "wenn sie es sehr sportlich betreiben", acht bis zwölf Wochen in Anspruch nehmen, meinte der Experte. Was PCR- und Antigen-Tests betrifft, stimme man sich in GECKO sehr genau ab. Und man werde die entsprechenden Empfehlungen an die Bundesregierung weitergeben.

(Quelle: APA/SALZBURG)

Aufgerufen am 19.01.2022 um 01:19 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/pcr-testsystem-an-belastungsgrenze-115455748

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