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Personen von Lawine in Gastein erfasst und befreit

Nach dem Abgang einer Lawine am Gamskarkogel in Bad Hofgastein (Pongau) hat sich am Donnerstagnachmittag die Bergrettung und ein Rettungshubschrauber ergebnislos auf die Suche nach Verschütteten gemacht. Die drei Tourengeher, die von dem rund 100 Meter breiten und 200 Meter langen Schneebrett erfasst worden waren, konnten sich selbst retten, haben aber den Lawinenabgang nicht gemeldet.

Skitourengeher von der gegenüberliegenden Seite hatten Alarm geschlagen, weil drei Spuren in den Hang hineinführten. Von ihrer Position aus konnten sie nicht erkennen, ob die Spuren aus dem betroffenen Abschnitt wieder herausführten. Da keiner wusste, ob jemand verschüttet oder verletzt war, machten sich 16 Bergretter und drei Hundeführer aus Bad Hofgastein und auch der Rettungshubschrauber Martin 1 auf den Weg. Die Lawine hatte sich auf einem steilen Grashang in rund 2.300 Meter Seehöhe unterhalb der Gamskarkogelhütte gelöst.

Hätten die von dem Schnee erfassten Wintersportler nach dem Abgang sogleich die Polizei oder die Bergrettung verständigt und mitgeteilt, dass nichts passiert ist, dann hätte man sich den Einsatz und damit auch die Kosten ersparen können, schickte der stellvertretende Bezirksstellenleiter der Pongauer Bergrettung, Christian Berger, im APA-Gespräch einen Appell an alle Tourengeher. Auch für die Anrufer wären keine Kosten entstandenen. Auf die heutigen Einsatzkosten von rund 5.000 Euro würden nun die Rettungsorganisationen sitzen bleiben, sagte Berger. Die drei Tourengeher haben laut Bergrettung großes Glück gehabt, denn wäre auf dem Hang mehr Schnee gelegen, wäre der Lawinenabgang nicht so glimpflich ausgegangen.

(Quelle: S24)

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