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Polit-Aschermittwoch

Kurz und Klitschko in Klagenfurt

Beim türkisen Polit-Aschermittwoch in Klagenfurt Donnerstagabend stand vor allem das Thema Europa im Mittelpunkt. Neben Kandidaten für die EU-Wahl im Mai kamen auch Vertreter der Landespartei zu Wort, die die Partei auf Geschlossenheit einschworen.

Othmar Karas, der ÖVP-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, sprach immer wieder von dem wichtigen "Miteinander" in Europa - denn dieses sei "gefährdeter denn je": "Europa ist nicht fertig. Wir stoßen täglich an unsere Grenzen, die Menschen spüren das." Mit Schuldzuweisungen löse man kein Problem, "mit Lügen führen wir nur das Chaos herbei", sagte Karas mit Blick auf den Brexit. Nicht die Mitgliedschaft bei der und die Idee der EU sei das Problem, "sondern die Verlogenheit im Umgang mit der Europäischen Union." Das Miteinander sei die Antwort auf "Populisten, Nationalisten und Egoisten".

 

EU-Wahl-Werbung im Vordergrund

Die Kärntner Kandidatin für die EU-Wahl, Claudia Wolf-Schöffmann, machte Werbung in eigener Sache - sie verloste eine Reise mit ihr nach Brüssel -, verbunden mit der Bitte um eine Vorzugsstimme bei der Wahl. Für die Zukunft Europas wünschte sie sich ein "unbeschwertes, erfolgreiches Leben in einer geeinten EU".

Landesparteichef Martin Gruber spannte dagegen wieder den Bogen nach Kärnten, wo er seit nicht ganz einem Jahr als Landesrat in der Regierung sitzt. Die Partei sei "geschlossener als jemals zuvor". Mit Bundesparteichef und Kanzler Sebastian Kurz verbinde ihn, Probleme zu erkennen, Lösungen zu erarbeiten, und dann anzupacken und Maßnahmen umsetzen - was auch in Kärnten passiere.

"Von Störmanövern nicht irritieren lassen"

Nicht irritieren lassen solle man sich von "Zwischenrufen und Störmanövern der politischen Mitbewerbern", wobei Gruber auf Bundesebene gegen die SPÖ wetterte - Stichwort Ökostromdebatte: "Wenn die SPÖ den Bundesrat zu einer Parteikammer machen möchte, gehört er abgeschafft." Auf Landesebene nahm Gruber die FPÖ ins Visier: "Die tut so, als wäre sie nie in Regierungsverantwortung gewesen, als hätte sie nichts mit der Lage Kärntens zu tun und stellt laut Forderungen nach Dingen, die sie jahrelang verabsäumt hat." Europa war aber auch in seinem Beitrag Thema: "Kärnten ist nicht eine Provinz irgendwo in der letzten Reihe. Kärnten ist mitten in Europa, nehmen wir diese Rolle auch wahr!"

(APA)

Aufgerufen am 25.03.2019 um 05:01 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/polit-aschermittwoch-der-oevp-mit-kurz-und-klitschko-66838846

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