Jetzt Live
Startseite Österreich
Corona-bedingt

Bleiben Schulen doch länger geschlossen?

Entscheidung über Präsenzunterricht am Mittwoch

Die Entscheidung über die Rückkehr der Schüler in den Präsenzunterricht wird vermutlich erst morgen oder übermorgen fallen. Ziel sei es, bis Mitte der Woche Klarheit zu haben, hieß es aus dem Bildungsministerium gegenüber der APA. Im Kanzleramt verwies man wiederum auf das Bildungsressort.

Die vor allem in Großbritannien aufgetretene Mutation des Corona-Virus mache die Situation nicht leichter, so das Bildungsressort. Man werde nun aber "zügig anhand von Fakten und Infektionslage entscheiden". Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass die Schulen bis zu den nach Bundesländern gestaffelten Semesterferien im Distance Learning bleiben sollen. Diese Spekulationen wolle man nicht kommentieren, so die Sprecherin von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

 

Die FPÖ spricht sich in Aussendungen strikt gegen weitere Schulschließungen aus. SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid forderte von Faßmann klare Worte: "Es ist verantwortungslos, dass seit Wochen keine klaren Ansagen gemacht werden." Ebenso NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre: Dass die Betroffenen eine Woche vor dem ursprünglich geplanten Start des Unterrichts vor Ort auf Spekulationen angewiesen seien, sei "inakzeptabel und unerträglich".

Start der Matura wie geplant

Die Zentralmatura soll weiter wie geplant am 20. Mai starten. Die entsprechende Verordnung dazu hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) nun erlassen. Schüler, die zum Maturazeitpunkt in Quarantäne sind, verlieren demnach keinen Prüfungsantritt. Wer sich längerfristig stationär behandeln lassen muss, darf die Matura unter Umständen auch am Behandlungsort ablegen.

In der Verordnung festgehalten sind auch die bereits seit längerem bekannten Vereinfachungen. So können etwa die Themenbereiche bei der mündlichen Matura (ab 7. Juni) gekürzt werden, die Präsentation der vorwissenschaftlichen Arbeiten bzw. Diplomarbeiten ist nur freiwillig.

Corona-Maßnahmen an Schulen

Wie im Vorjahr wird die Jahresnote wieder in die Maturanote (sowohl schriftlich als auch mündlich) einbezogen - Zeugnisnote und Prüfungsnote zählen dabei zu gleichen Teilen. Landet man damit genau zwischen zwei Noten, "sticht" die Prüfungsnote. Voraussetzung für die Einbeziehung bei schriftlichen Prüfungen ist allerdings das Erreichen von mindestens 30 Prozent der möglichen Punkte.

Erneut wird die Arbeitszeit bei den Klausuren um eine Stunde verlängert. Das Schuljahr für die Maturaklassen endet heuer am 2. Mai. Daran schließt sich bis 18. Mai ein Ergänzungsunterricht zur Vorbereitung auf die Matura an. Dieser darf nur in jenen Gegenständen besucht werden, in denen man auch maturiert.

(Quelle: APA)

Wann startet der Präsenzunterricht wieder?

Schule, Schulklasse, Unterricht, SB APA/HANS PUNZ

Nach dem Aus für das "Freitesten" und dem damit verbundenen Ende des Lockdowns für alle erst mit 25. Jänner ist vorerst offen, ob der Präsenzunterricht an den Schule (wie laut derzeitiger Rechtslage vorgesehen) am 18. Jänner wieder beginnen wird.

Man werde gemeinsam mit dem Bildungsministerium "in den nächsten Tagen das weitere Prozedere besprechen", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montagnachmittag. Auf Zurufe werde er aber verzichten.

Die Ansicht des Bildungsressorts, wonach die Schulen von der Lockdown-Verordnung (die die Dauer des Lockdowns bis 24. Jänner festgelegt) nicht umfasst sind, sei richtig, sagte der Gesundheitsminister nach einer Unterredung mit Vertretern der Parlamentsfraktionen in seinem Haus. Zuvor hieß es zu dieser Frage aus dem Bildungsministerium von Heinz Faßmann (ÖVP), es gelte daher weiterhin, dass ab 7. Jänner das Distance Learning startet, ab 18. Jänner die Präsenzlehre. Eine Garantie für diesen geplanten Termin sei freilich nicht möglich, hieß es gleichzeitig aus dem Bildungsressort. Die Rückkehr in die Klassenzimmer sei immer auch abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen.

Schärfere Hygienemaßnahmen an den Schulen

Anschober betonte, den schulischen Bereich regle der Bildungsminister in Abstimmung mit der Bundesregierung (mittels eigener Verordnung, Anm.). "Ich mache da sicher dem Bildungsminister keinen Zuruf über Medien", so der Gesundheitsminister.

Faßmann kündigte am Montag gleichzeitig an, dass die Hygienemaßnahmen an den Schulen noch weiter verschärft werden sollen. Derzeit werde ein "ehrgeiziges Programm" entwickelt, um künftig eine wöchentliche Testung von Schülern und Lehrern zu ermöglichen. Dabei sollen nicht die doch recht unangenehmen Nasen-Rachenabstriche zum Einsatz kommen, sondern ein neues Testverfahren, bei dem nur im vorderen Nasenbereich Abstriche genommen werden.

Aufgerufen am 22.01.2021 um 09:14 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/praesenzunterricht-bleiben-schulen-doch-laenger-geschlossen-98257324

Kommentare

Mehr zum Thema