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Ostermontag

Quarantäne in Tirol auch bis 13. April

Komplett-Isolation für Paznaun und Co.

Tiroler Skiorte stehen schon seit einiger Zeit unter Quarantäne

Die Tiroler Orte werden bis 13. April unter Quarantäne stehen

Die komplette Isolation der Tiroler Skiorte im Paznauntal, St. Anton, St. Christoph und Sölden wird bis Ostermontag andauern. Eigentlich hätte die Verordnung für das Paznauntal und St. Anton am Freitag geendet. Um aber im "Gleichklang" mit den österreichweiten Ausgangsbeschränkungen zu agieren, wird die Komplettisolation nun verlängert, sagte LH Günther Platter (ÖVP) bei einer Video-Pressekonferenz.

Das Personal, das ja in den abgeriegelten Orten bleiben musste, dürfe nur unter Einhaltung gewisser Vorgaben ausreisen. Einerseits müssen sowohl Außen- als auch Gesundheitsministerium ihr Einverständnis erteilen. Andererseits müsse der Heimatstaat der Mitarbeiter an das Außenministerium herantreten und "hier ganz genau ein Regelwerk erstellen, unter welchen Voraussetzungen die Mitarbeiter nach Hause fahren können und wie der Transport erfolgt", sagte Platter. Es gäbe etwa viele Mitarbeiter aus Großbritannien, wo das geregelt werden müsse. Tirol selbst werde die Ausreise nicht organisieren, "weil wir dann auch nicht wissen, was passiert. Hat man irgendeinen Kontakt in Tirol oder Österreich?", stellte Platter klar. 

Mehr als 1.500 Corona-Fälle in Tirol 

Obwohl für alle 279 Tiroler Gemeinden eine Quarantäne gilt, haben die restlichen Tiroler doch noch mehr Freiheiten als jene in den abgeriegelten Orten. Außerhalb dürfen die Tiroler etwa die Gemeindegrenze noch verlassen, um in die Arbeit zu gelangen oder Lebensmittel in einem anderen Ort zu besorgen, sofern dies nicht in der eigenen Gemeinde möglich ist. Auch das Besuchen von Lebenspartnern ist über die Gemeindegrenzen hinweg noch erlaubt. 

In Tirol wurden mit Stand Donnerstagnachmittag rund 1.593 Menschen positiv auf das Virus getestet. Derzeit müssen 166 Infizierte im Spital betreut werden. Davon liegen 38 auf der Intensivstation, 33 müssen beatmet werden. Hier sei ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vortag zu verzeichnen, hieß es. Am Mittwoch hatte es in Tirol noch 26 Intensivpatienten gegeben, 19 mussten beatmet werden. 

"Plan A" und "Plan B" für Spitäler 

Günter Weiss, Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin, erklärte, dass es für die Tiroler Spitäler einen "Plan A" und einen "Plan B" gäbe. Ersterer beinhalte die "Eskalationsstufe eins" - hier habe man bereits 50 Prozent der Intensivkapazitäten besetzt. "Plan B" sehe dagegen vor, dass man noch andere Stationen, wie etwa Aufwach- oder Beatmungsstationen für intensivmedizinische Betreuung adaptiert. 

Bezüglich der Coronavirus-Tests meinte die Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl, dass es in Tirol nicht an Kapazitäten mangle. Labore und "Hightech-Maschinen", die das Land angeschafft habe, stünden bereits zur Verfügung - vielmehr würden aber weltweit Testkits für eine flächendeckende Testung fehlen. Der Aufruf "Testen, testen, testen!", den Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verlauten ließ, sei daher eine Wunschvorstellung, sagte Lass-Flörl. 

(Quelle: APA)

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