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Strache aus Partei ausgeschlossen

20191114_PD5475.HR.jpg APA/Herbert Neubauer/Archiv
Strache war bereits Anfang Oktober infolge des Ibiza-Videos und vor allem wegen der Spesenaffäre von Parteiobmann Norbert Hofer suspendiert worden.

Die FPÖ bricht endgültig mit Heinz-Christian Strache. Der langjährige Obmann wird aus der Partei ausgeschlossen. Diese Entscheidung des zuständigen Wiener Landesparteivorstands gab FPÖ-Chef Norbert Hofer am Freitagnachmittag bekannt. Das Gremium folgte damit einer Entscheidung des Parteigerichts, das zuvor getagt hatte.

Strache war bereits Anfang Oktober infolge des Ibiza-Videos und vor allem wegen der Spesenaffäre von Parteiobmann Norbert Hofer suspendiert worden. Die Entscheidung über den endgültigen Rausschmiss zog sich dann wochenlang. Vorgeworfen wird Strache der Missbrauch von Spesen. So soll er etwa private Ausgaben über Umwege über die Partei abgerechnet haben, was dieser bestreitet.

Hofer spricht von "Befreiung"

FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer meinte nach der Verkündung des Ausschlusses von Ex-Chef Heinz-Christian Strache: "Für uns ist es eine Befreiung." Denn unter die Causa Ibiza sei nun ein Schlussstrich gezogen. Die FPÖ könne nun in die Zukunft schauen, sagte Hofer in einer Pressekonferenz.

Nepp: Beschluss einstimmig

Wiens Landesobmann Dominik Nepp berichtete, dass der Beschluss über den Rausschmiss Straches im Landesparteivorstand einstimmig gefällt worden sei. Als Grund nannte der Rathaus-Blaue "parteischädigendes Verhalten". Dem Treffen des Landesparteivorstands war eine Sitzung des Parteigerichts gegen Mittag vorangegangen. Strache sei dort nicht erschienen.

Spekulationen über Polit Comeback Straches

Ungeachtet des nun erfolgten Ausschlusses wird bereits über ein Polit-Comeback des nun Ex-Blauen bei der Wien-Wahl 2020 spekuliert. Am gestrigen Donnerstag waren drei Strache-treue Mandatare aus der Wiener FPÖ ausgetreten und hatten die neue Bewegung DAÖ "Die Allianz für Österreich" gegründet. Sie würden nun gerne beim Urnengang im kommenden Jahr reüssieren - voraussichtlich mit Strache als Spitzenkandidat.

(Quelle: APA)

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