Jetzt Live
Startseite Österreich
Überblick

Was sich für Reisende ab 19. Mai ändert

Österreich lockert Einreise-Regeln für viele EU-Länder

symb_Türkei, Urlaub, symb_strand, pixabay
Das Reisen in Corona-Zeiten kann kompliziert sein. (SYMBOLBILD)

Ab 19. Mai lockert Österreich die Einreisebeschränkungen für viele EU-Länder. Zu Pfingsten können damit ausländische Gäste leichter nach Österreich kommen. Allerdings bestehen in vielen Ländern weiterhin unterschiedlich strenge Einreisebeschränkungen für Österreicher. Das Reisen bleibt damit vorerst weiter ziemlich kompliziert.

Österreich orientiert sich bei seinen Einreiseregeln an der Corona-Ampel der EU-Gesundheitsagentur ECDC. Aus Ländern, die auf der ECDC-Karte grün oder orange eingefärbt sind, soll die Einreise ab 19. Mai auflagenfrei möglich sein. Bei der Einreise aus (hell-)roten Gebieten reicht künftig ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über Impfung oder Genesung nach einer Corona-Infektion. Für Einreisende aus dunkelroten Gebieten soll dagegen die zehntägige Quarantänepflicht nach der Einreise mit einem Freitesten ab dem fünften Tag weiter bestehen. Ob bei der Einstufung wie die EU-Gesundheitsagentur nach Regionen unterscheiden wird, ist noch nicht klar.

 

Keine Auflagen bei Einreise aus Finnland und Malta

Auflagenfrei einreisen kann man dadurch aus jetziger Sicht ab dem 19. Mai aus Finnland, Island, Portugal und Malta. Wegfallen dürften außerdem die derzeit geltende Quarantänepflicht für Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Norwegen, Rumänien, die Slowakei und Tschechien. Bei der Einreise aus diesen Ländern reicht dann ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis für Geimpfte und Genesene. 

Quarantäne bei Rückkehr aus Frankreich oder Spanien 

Weiterhin in Quarantäne muss man voraussichtlich auch nach dem 19. Mai nach der Einreise/Rückkehr aus Frankreich, Kroatien, Litauen, Niederlande, Polen, Schweden, Slowenien, Spanien, Ungarn und Zypern. Hier liegt die 14-Tage-Inzidenz in einigen Regionen oder landesweit bei mehr als 500.

 

Zu beachten gilt beim Verreisen aber, dass es umgekehrt auch weiterhin Einreisebeschränkungen in zahlreichen Ländern gibt. In den meisten Ländern gilt für Personen, die aus Österreich einreisen, die Auflagen eines negativen Corona-Tests und in mehren Ländern auch eine verpflichtende Quarantäne nach der Einreise. Einige Länder erlauben Einreisen für Touristen noch gar nicht. Nur in einigen wenigen Länder gibt es bisher Ausnahmen für Geimpfte und Genesene. Ein Überblick über die derzeit geltenden Bestimmungen in den europäischen Ländern:

Auflagenfreie Einreise für Österreicher

Albanien, Luxemburg (nur bei Einreise über den Landweg) und Nordmazedonien.

Testpflicht ohne Quarantäne

Andorra (bei Aufenthalt von drei Tagen oder mehr), Bosnien-Herzegowina, Bulgarien (Test, nachgewiesene überstandene Infektion oder vollständige Impfung), Frankreich, Griechenland (PCR-Test oder Impfzertifikat - 14 Tage nach der vollständigen Impfung), Kosovo, Kroatien (Test oder Nachweis über durchgemachte Infektion oder 1. Impfdosis vor mindestens 14 Tagen), Luxemburg (bei Einreise per Flugzeug), Malta, Monaco, Montenegro (Test, Nachweis über vorhandene Antikörper oder eine vollständige Impfung vor mindestens sieben Tagen), Niederlande (Einreisende aus Österreich sind derzeit dringend angehalten, sich für zehn Tage in Heimquarantäne zu begeben. Dieses Gebot soll voraussichtlich ab 15. Mai in eine verpflichtende Quarantäne umgewandelt werden), Polen, Portugal (Azoren und Madeira), Schweden (siebentägige Selbstquarantäne wird empfohlen), Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei, Ukraine, Zypern (bei der Ankunft kann nach dem Zufallsprinzip ein weitere PCR-Test angeordnet werden, bis zum Erhalt des Testergebnisses ist eine Heimquarantäne verpflichtend).

Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Österreich

  • Belgien: Einreisende aus Österreich benötigen einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, und müssen eine obligatorische Quarantäne von mindestens 7 Tagen antreten.
  • Dänemark: Bei der Einreise ist ein negativer Covid-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorzulegen. Zudem muss bei Ankunft am Flughafen ein Schnelltest und eine zehntägige Quarantäne angetreten werden. Eine Freitestung ist frühestens nach vier Tagen möglich.
  • Deutschland: Österreich gilt als Risikogebiet. Einreisende benötigen eine negativen Corona-Test und müssen sich nach Einreise in ihrem Zielort für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Ein Freitesten ist frühestens am fünften Tag nach der Einreise möglich.
  • Estland: Personen, der Österreich einreisen, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen und eine zehntägige Heimquarantäne absolvieren. Ein Freitesten ist frühesten nach sechs Tagen möglich. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind geimpfte oder genesene Personen.
  • Großbritannien: Bei der Einreise aus Österreich ist ein negativer PCR-Test oder Antigen-Test mit mehr als 97% Spezifität vorzulegen, sowie eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Ein Freitesten ist nach fünf Tagen möglich. Zudem müssen sich Einreisende am zweiten und am achten Tag der Quarantäne (auch im Falle einer Freitestung am fünften Tag) einem Test auf eigene Kosten unterziehen.
  • Irland: Österreicher müssen bei der Einreise einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorweisen. Zudem müsse sie eine 14-tägige Quarantäne absolvieren, ein Freitesten ist nicht möglich.
  • Island: Einreisen müssen sich online registrieren, einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist, und eine fünftägige Quarantäne antreten. Zudem sind ein zweiter Test nach der Ankunft und ein dritter nach fünf Tagen verpflichtend. Ausgenommen von der Quarantäne ist, wer ein internationales Impfzertifikat oder eine Bescheinigung über eine überstandene Infektion vorlegen kann. Dennoch muss bei der Einreise ein Covid-19-Test durchgeführt werden.
  • Italien: In Italien müssen Österreicher und andere EU-Bürger derzeit noch bei der Einreise einen negativen PCR- oder Antigentest, der nicht älter ist als 48 Stunden, vorlegen und eine verpflichtende fünftägige Quarantäne antreten. Beendet wird die Quarantäne mit einem weiteren Corona-Test. Diese Einreiseregeln gelten vorläufig bis 15. Mai. Die italienische Regierung hat angekündigt, dass die Quarantänepflicht nicht verlängert werden soll.
  • Litauen: Einreisende müssen neben der Online-Registrierung und der Vorlage eines negativen Corona-Tests, der maximal 72 Stunden alt ist, auch eine zehntägige Quarantäne antreten. Ein Freitesten ist nach sieben Tagen möglich. Ausnahmen bestehen für vollständig Geimpfte oder Personen, die nachweislich eine Corona-Infektion durchgemacht haben.
  • Rumänien: Einreisende aus Österreich müssen zusätzlich zum negativen PCR-Test eine verpflichtende 14-tägige Heimquarantäne antreten. Ausnahmen gelten bei einem Aufenthalt von weniger als 72 Stunden, sowie für vollständig Geimpfte.
  • Schweiz und Liechtenstein: Reisende aus den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg müssen einen negativen Corona-Test vorlegen und eine zehntägige Quarantäne absolvieren. Ein Freitesten ist in der Schweiz frühestens ab dem siebenten Tag möglich, in Liechtenstein nicht. Für Einreisende aus anderen Bundesländern gilt dies nicht. Bei Flugreisen müssen alle Einreisenden einen negativen PCR-Test vorlegen.
  • Slowakei: Einreisende müssen sich verpflichtend registrieren und eine 14-tägige Heimquarantäne antreten, ein Freitesten ist frühestens am achten Tag möglich.
  • Weißrussland (Belarus): Bei der Einreise ist ein negativer PCR-Test nötig sowie eine zehntägige Heimquarantäne vorgeschrieben.

Keine Einreisen aus touristischen Gründen

Finnland, Lettland, Norwegen, Portugal (Festland), Russland, Tschechien und Ungarn.

(Quelle: APA)

Edtstadler will "Grünen" Pass außerhalb der EU

Europaministerin will insbesondere Westbalkanländer mit ins Boot holen
Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) trifft am Freitag, 23. April 2021, im Rahmen einer Portugal-Reise mit EMCDDA-Direktor Alexis Goosdeel zu einem Arbeitsgespräch in Lissabon zusammen.

Wenn es nach Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) geht, soll der unter den EU-Staaten geplante "Grüne Pass" auf Drittstaaten, insbesondere die Westbalkan-Staaten, ausgedehnt werden. "Absolut", antwortete Edtstadler während eines Besuchs in der albanischen Hauptstadt Tirana, auf eine Frage der APA. Der "Grüne Pass" soll negative Corona-Tests, eine überstandene Covid-Erkrankung oder Impfungen bescheinigen. So sollen Reisen wieder ungehinderter möglich werden.

"Für uns ist der Westbalkan einfach eine Region, die uns nahe liegt, (...) wo wir auch viele Menschen bei uns haben, die regelmäßig hinfahren, und deshalb bin ich (...) dafür, dass wir auch den 'Grünen Pass' auf diese Länder ausdehnen", sagte Edtstadler.

Minister in Vorfreude auf Grünen Pass
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Dienstag, 04. Mai 2021, im Rahmen einer Online-PK zum Thema "Grüner Pass".

Grüner Pass wahlweise digital oder analog

Die Regierung hat am Dienstag die Regeln für den "Grünen Pass" präsentiert, über den der Eintritt z.B. in die Gastronomie, aber auch das Reisen künftig geregelt werden soll. Dabei stellte …

"Grüner Pass" für Westbalkan-Staaten?

Die EU-Erweiterungsländer auf dem Westbalkan sollten sich bei den Zertifikaten und den technischen Gegebenheiten an den EU-Staaten orientieren, damit deren Bürger sicher nach Österreich reisen könnten. "Aber auch umgekehrt: Es steht die Sommersaison vor der Tür. So sehr es auch Spaß macht, in Österreich Urlaub zu machen, kann ich jene verstehen (...), die im Sommer wieder das Meer sehen wollen und da liegt der Westbalkan sehr nahe", führte die Europaministerin aus.

Edtstadler besuchte jüngst auch Spanien und Portugal. Diese beiden Länder hätten wiederum aufgrund enger Verbindungen nach Lateinamerika die Länder dieser Weltregion als mögliche Teilnehmer am "Grünen Pass" im Blick: "Die Spanier und Portugiesen sind dafür, dass man beim Grünen Pass auch diese Länder mitdenkt, wenn dort Impfungen vorgenommen sind, oder die Leute getestet von dort herkommen."

Nicht-EU-Staaten einbeziehen

Einer Miteinbeziehung solcher Drittstaaten steht aus Sicht Edtstadlers nichts im Weg. Sie halte das für "absolut möglich". Beim letzten (EU-)Rat Allgemeine Angelegenheiten habe "totale "Einigkeit bestanden hat, dass wir den Grünen Pass brauchen". Viele hätten demnach auch sofort gesagt: "'Wir müssen ihn auch auf Drittstaaten erweitern.'" Da gehört für uns der Westbalkan dazu, für andere - zum Beispiel Spanien und Portugal - die Staaten in Südamerika."

Nach den Vorstellungen der EU-Kommission soll der "Grüne Pass" (Digitales Grünes Zertifikat) zur Bescheinigung eines negativen Tests, einer überstandenen Corona-Erkrankung oder einer Impfung im Juni in Kraft treten. Österreich ist diesbezüglich skeptisch und will mit einer eigenen Lösung vorpreschen. "Wir können nicht auf die EU warten", meinte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag mit Blick auf die angebliche Absicht der Union, den Impfpass tatsächlich "erst im Sommer" umsetzen werde.

In Österreich kommt der "Grüne Pass" laut Ankündigungen in drei Phasen, zunächst als Eintrittskarte beispielsweise zu Gastronomie oder Veranstaltungen, zum Schluss ab Anfang Juli zu Beginn der Ferienzeit für grenzüberschreitendes Reisen. Dabei wird die digitale Lösung dann in der EU und vermutlich auch im EWR-Raum und der Schweiz anerkannt. Dabei kann jedes Land eigene, etwas andere Kriterien festlegen. Das heißt, es könnte beispielsweise durchaus Staaten geben, die den testlosen Zutritt erst nach dem zweiten Stich bei der Impfung ermöglichen, andere bereits nach dem ersten Stich plus einer bestimmten Frist, bis die Schutzwirkung normalerweise einigermaßen einsetzt. Der "Pass" werde am Anfang ein "Fleckerlteppich und Wildwuchs" sein, sagte Kurz.

Aufgerufen am 21.06.2021 um 12:37 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/reisebestimmungen-was-sich-ab-19-mai-aendert-103463371

Kommentare

Mehr zum Thema