Jetzt Live
Startseite Österreich
13.600 Euro monatlich

Anschober verzichtet auf Gehaltsfortzahlung

Ex-Gesundheitsminister will Karenzierung verlängern

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag, 13. April 2021, während einer "Persönlichen Erklärung" in Wien APA/ROLAND SCHLAGER
Rudolf Anschober verzichtet auf die noch für sechs Monate mögliche Zahlung von 75 Prozent des Dienstgeldes, was rund 13.600 Euro pro Monat brutto ausgemacht hätte.

Der zurückgetretene Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) verzichtet auf die ihm als Ex-Minister zustehende Gehaltsfortzahlung. Er habe diese nicht beantragt, bestätigte Anschober gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten".

Damit verzichtet Anschober auf die noch für sechs Monate mögliche Zahlung von 75 Prozent des Dienstgeldes, was rund 13.600 Euro pro Monat brutto ausgemacht hätte.

75 Prozent der Monatsbezüge üblich

Politiker, die aus dem Amt ausscheiden und keinen Anspruch auf Fortsetzung einer Erwerbstätigkeit (kein Rückkehrrecht oder etwa keinen Anspruch auf ein Mandat) haben, bekommen auf Antrag weiter 75 Prozent der Monatsbezüge für maximal sechs Monate. Bis 2003 wurden 100 Prozent fortbezahlt, das wurde unter der ÖVP-FPÖ-Koalition auf 75 Prozent reduziert.

Anschober: "Für mich grundsätzlich ausgeschlossen"

Keinen Anspruch hat, wer in einen anderen Job zurückkehren kann, was beim als oberösterreichischer Landeslehrer karenzierten Anschober aber aufgrund seiner Rückkehrmöglichkeit in diesen Beruf aber gegeben wäre. Seit den frühen 90er-Jahren ist Anschober ohne Bezüge freigestellt und hat ein Recht auf Fortsetzung seiner Erwerbstätigkeit als Landeslehrer in Oberösterreich, so die "OÖN". Nur im Fall einer Kündigung hätte er sich also die Gehaltsfortzahlung sichern können. Das sei aber "für mich grundsätzlich ausgeschlossen" gewesen, so Anschober zu den "OÖN".

EX-Gesundheitsminister will Karenzierung verlängern

Der ehemalige Gesundheitsminister beantragte beim Land vielmehr, seine Karenzierung bis Ende 2023 zu verlängern. Die Bildungsdirektion habe dem zugestimmt, wie laut "OÖN" im Büro von Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander (ÖVP) bestätigt wurde. Wieder Lehrer zu werden, sei aktuell aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, erklärte dazu Anschober. Aber wohl auch später nicht, "weil man nach 31 Jahren Abwesenheit kein guter Lehrer sein kann". Wie es beruflich weitergeht, ist laut Anschober offen - bevor er über die berufliche Zukunft nachdenke, "möchte ich wieder ganz fit werden", sagte er gegenüber den "OÖN".

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 07:13 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/rudolf-anschober-verzichtet-auf-gehaltsfortzahlung-102695896

Kommentare

Mehr zum Thema