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Drei Tote und 17 Verletzte

Schlepper-Unfall im Burgenland: Identitäten großteils noch unklar

Vier Syrer aus Spital entlassen

Vier Syrer sind nach dem tragischen Unfall mit einem Schlepperfahrzeug am Samstag auf der A6 im Burgenland aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie haben einen Asylantrag gestellt. Die Identität der restlichen Opfer ist noch unklar.

Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A6 am Samstag beim Grenzübergang Kittsee im Nordburgenland mit drei Toten und 17 Verletzten sind vier Syrer aus der Spitalsbehandlung entlassen worden, teilte Polizeisprecher Helmut Marban am Sonntag mit. Sie stellten einen Asylantrag. Aufgrund der Schwere der Verletzungen und der Aufteilung in mehrere Krankenhäuser in vier Bundesländern sei es noch nicht möglich gewesen, die Identität der übrigen Unfallopfer abschließend zu ermitteln. Stand der Erkenntnis sei jedenfalls, dass sich 15 Männer, eine Frau - sie wurde bei dem Unfall getötet - und vier Minderjährige im Fahrzeug befunden hätten.

Lenker des Schlepperfahrzeugs in Haft

Über den Lenker ist am Sonntag Untersuchungshaft in der Justizanstalt Eisenstadt verhängt worden. Der russische Staatsbürger war nach kurzer Flucht zu Fuß in der Nähe des Unfallortes festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen Schlepperei in einer kriminellen Vereinigung sowie mehrfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Eisenstadt.

Bis Mitte August 330 Schlepper aufgegriffen

Laut Innenministerium wurden bis Mitte August 330 Schlepper aufgegriffen, um 80 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders betroffen sei die ungarisch-burgenländische Grenze.

Nicht zum ersten Mal ist das Burgenland Schauplatz einer Flüchtlingstragödie geworden. Im August 2015 war ein Lkw mit 71 toten Flüchtlingen auf einer Autobahnbucht bei Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) entdeckt worden. Die Migranten waren im luftdicht verschlossenen Laderaum des aus Ungarn kommenden Fahrzeugs erstickt. Die drei Haupttäter wurden inzwischen in Ungarn zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Im August 2015 erstickten 71 Menschen diesem Kühllaster

Lebenslang für vier Hauptangeklagte

Lebenslang statt 25 Jahre: Für die vier Hauptangeklagten des A4-Schlepperprozesses hat die Berufungsverhandlung vor dem Tafelgericht im südungarischen Szeged am Donnerstag mit einer Verschärfung …

Im Oktober 2021 Jahres fand eine Bundesheer-Patrouille zwei tote Migranten auf der Ladefläche eines Kastenwagens in Siegendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung). Der Schlepper wurde in Eisenstadt zu sieben Jahren Haft verurteilt.

(Quelle: APA)

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