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Straßensperren und Einsätze

Schneechaos im Süden Österreichs

Massiver Niederschlag in Osttirol und Kärnten

Die massiven Schneefälle haben am Wochenende zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen sowie Straßensperren im Süden Österreichs geführt. Betroffen waren Osttirol und Teile Kärntens. In Lienz stürzte am Samstagabend ein ehemaliges Lagerhausgebäude unter der Last der Schneemassen ein, verletzt wurde dabei niemand.

Bei dem Gebäudeeinsturz in Lienz wurde die Nußdorfer Straße auf einer Länge von 70 Metern verschüttet. Der Dachstuhl und das Mauerwerk türmten sich sieben Meter hoch. Der einzige Bewohner des Gebäudes habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht an Ort und Stelle befunden, meldete die Polizei. Er bewohne eine Wohnung des ansonsten als Lagerhalle genutzten ehemaligen RGO-Gebäudes. Um eine Gefährdung zu verhindern, bleibt die nähere Umgebung des Gebäudes bis auf weiteres abgesperrt.

Osttirol nur über Umwege erreichbar

Am Sonntag entspannte sich die Situation in Osttirol leicht. Die massiven Schneefälle haben aufgehört, für den Sonntag und Montag sind keine Niederschläge mehr prognostiziert. Nach wie vor war Osttirol nur über Umwege erreichbar, da beispielsweise die Felbertauernstraße zwischen Mittersill in Salzburg und Matrei in Osttirol aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Hier wie auch auf die Defreggentalstraße war am Samstagabend eine Lawine niedergegangen. Kleinere, örtliche Straßenverbindungen wie etwa in Innervillgraten konnten hingegen am Sonntagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden, so die Leitstelle Tirol.

Als Herausforderung stufte die Feuerwehr die Schneelast für zahlreiche Gebäude im südlichen Teil Osttirols ein. In dieser Region bleibt vorläufig auch bis Montag Stufe 4 und damit große Lawinengefahr aufrecht. Am Samstag waren 60 und mehr Zentimeter Neuschnee gefallen, in allen Höhenlagen seien vermehrt kleine und mittlere trockene Lockerschneelawinen zu erwarten, so der Lawinenwarndienst. Abseits gesicherter Pisten sei die Situation für Wintersportler generell "heikel".

90 Zentimeter Neuschnee in Kärnten

Auch in Kärnten haben die großen Neuschneemengen die Feuerwehren auf Trab gehalten. Wie der Kärntner Landesfeuerwehrverband am Sonntag mitteilte, wurden von Samstag bis Sonntagvormittag 129 Einsätze von 71 Feuerwehren verzeichnet. Besonders betroffen waren die Bezirke Spittal an der Drau, Villach-Stadt und Villach-Land, Feldkirchen und Klagenfurt-Land.

Vor allem den Bewohnern des Bleiberger Hochtales (Bezirk Villach-Land) machten die Neuschneemengen zu schaffen, hier fielen fast 90 Zentimeter Schnee. Wie der Bürgermeister von Bad Bleiberg, Christian Hecher, mitteilte, stieg die Gefahr von Lawinenabgängen an der Nordseite des Dobratsch. Drei Wohnhäuser wurden evakuiert, die Bewohner wurden kurzfristig im örtlichen Kurzentrum untergebracht. Die Bleiberger Straße (L35) wurde zwischen Bad Bleiberg und Hüttendorf gesperrt.

Schneemassen setzen Süden Österreichs zu

Anderenorts hatten die Einsatzkräfte mit besonders schwerem Schnee zu kämpfen, in tiefen Lagen hatte es nämlich auch geregnet. Bäume stürzten unter der hohen Schneelast um und blockierten Straßen, wie etwa die Teuchen Straße und die Ossiacher Straße (B94) bei Sattendorf (Bezirk Villach-Land). Schneeglätte war auch der Grund für vier Verkehrsunfälle. Gesperrt waren am Sonntagvormittag noch die B111 ins Lesachtal und die Plöckenpassstraße nach Italien. Auf zahlreichen höhergelegenen Straßen in den Bezirken Hermagor, Spittal an der Drau und Villach-Land galt Kettenpflicht für alle Fahrzeuge.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 09.05.2021 um 02:31 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/schnee-strassensperren-und-einsaetze-im-sueden-oesterreichs-97836817

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