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„Tut was er will"

Schnee und Kälte typisch für April

Diesjähriger Frühling vergleichsweise recht trocken

Kaltlufteinbrüche mit Schnee unter 800 Meter gab es in den letzten Jahren in jedem April. Das werde auch in einem immer wärmeren Klima vorkommen.

Der bisherige Frühling verlief in ganz Österreich relativ trocken und um 0,8 Grad kühler als der Durchschnitt der letzten 30 Jahre, wie die Auswertungen der ZAMG zeigen.

Schnee im April  

„Derartige Temperaturwechsel und Kaltlufteinbrüche sind typisch für den April", sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), „wenn sich von Süden allmählich sommerlich warme Luft nähert und es im Norden Europas noch winterlich kalt ist. Je nach Wetterlage wird es daher recht schnell warm oder kalt. In den letzten Jahren gab es in jedem April zumindest in einigen Regionen Österreichs selbst unter 800 Meter Seehöhe noch Neuschnee." Auch in den vergangenen Jahren habe es im April in vielen Regionen Österreichs Schnee bis ins Flachland gegeben, so der Klimatologe.

Kälteeinbrüche trotz wärmer werdendem Klima

Kaltlufteinbrüche, die wir auch momentan erleben, kommen in einem immer wärmeren Klima immer wieder vor, wie die Beispiele der letzten Jahre zeigen. „Die Aprilmonate der 2000er-Jahre waren fast alle durchwegs wärmer als im Durchschnitt der Klimaperiode 1961 bis 1990, trotz gelegentlicher Kaltlufteinbrüche", sagt Orlik. „Der letzte April, der im Vergleich dazu zu kühl war, war der April 2001."

Diesjähriger Frühling sehr trocken

Orlik erklärt, dass die derzeitige Wetterlage mit Regen und Schneefall die markante Trockenheit dieses Frühlings ein wenig reduziere. "Seit 1. März gab es österreichweit rund 50 Prozent weniger Niederschlag als in einem durchschnittlichen Frühling. In einigen Regionen liegt das Defizit bei über 80 Prozent, zum Beispiel in Osttirol, Oberkärnten und im Nordburgenland." Die Temperatur liege in diesem Frühling um 0,8 Grad unter dem Mittel der letzten 30 Jahre, so der Klimaforscher.

Problem für Obst - und Weinbau

Laut Orlik seien Kaltlufteinbrüche wie derzeit oft eine Gefahr für den Obst- und Weinbau, besonders wenn es in den Nächten frostig wird. Diese Woche könne das im Großteil Österreichs, jedoch speziell im Süden und Westen, in den Nächten auf Donnerstag und auf Freitag der Fall sein.

(Quelle: SALZBURG24)

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