Jetzt Live
Startseite Österreich
40 Tage weniger

Schneedeckendauer nimmt deutlich ab

Klimaschutz hat direkten Einfluss

20111126_PD1026.HR.jpg APA/Barbara Gindl/Archiv
Eine besonders starke Abnahme der Schneedeckendauer ist in Höhenlagen unter 1.500 Metern zu erkennen. (SYMBOLBILD)

Eine Studie zeigt erstmals detaillierte regionale Daten der Schneelage in Vergangenheit und Zukunft für die gesamte Fläche Österreichs auf: Dabei wird erkenntlich, dass seit 1961 die Schneedeckendauer um 40 Tage abnahm.

Im Projekt FuSE-AT erstellten Zenatralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Universität Innsbruck, Climate Change Centre Austria und Schneezentrum Tirol einen Datensatz für die Entwicklung der Schneelage seit 1961 sowie für drei unterschiedliche Klimaszenarien bis zum Jahr 2100. Die Daten liegen auf einem Raster von 1x1 Kilometer vor, das entspricht rund 84.000 Datenpunkten in Österreich. Sie enthalten neben Schneehöhen auch viele für den Wintertourismus wichtige Kenngrößen, wie die Schneedeckendauer oder das Potential für technische Beschneiung.

40 Tage weniger Schneedecke seit 1961

Für die Vergangenheit zeigt die Studie im Mittel über die gesamte Fläche Österreichs – und somit über alle Höhenlagen gemittelt – eine Abnahme der Schneedeckendauer seit 1961 um 40 Tage. Die Auswertung nach unterschiedlichen Höhenlagen ergibt besonders starke Abnahmen unterhalb von 1.500 Meter Seehöhe.

Klimaschutz hat großen Einfluss

Die Zukunftsszenarien von FuSE-AT zeigen die mögliche Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten. "Wie stark die weitere Abnahme ist, hängt direkt mit dem Klimaschutz zusammen", so Projektleiter Andreas Gobiet von der ZAMG in einer Aussenndung. "Ein Beispiel für Höhenlagen von 500 bis 1.000 Meter: Ohne globalen Klimaschutz ist hier bis zum Jahr 2100 eine weitere Abnahme der Schneedeckendauer um rund 60 Prozent zu erwarten. Wenn wir schaffen, das sogenannte Paris-Ziel zu erreichen – also weniger als 2 Grad globaler Erwärmung – geht die Schneedeckendauer nur um 20 Prozent zurück."

Die Zukunft des Schnees in Österreich: Erstmals stehen regionale Daten der Schneelage in Vergangenheit und Zukunft für...

Gepostet von ZAMG - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik am Donnerstag, 4. März 2021

Fallstudien mit Regionen in Österreich

Um die Nutzbarkeit von Schneeszenarien für Anwender aufzuzeigen, wurden in enger Zusammenarbeit mit Regionen Fallstudien durchgeführt. Unter anderem wurden die klimatologischen Rahmenbedingungen für die zwei sehr unterschiedlichen Skigebiete Brunnalm/Veitsch (Steiermark) und Obergurgl (Tirol) im Detail untersucht und gezeigt, dass die Auswirkungen des Klimawandels unter Berücksichtigung des Naturschnees und der technischen Beschneiung je nach geografischen Verhältnissen sehr unterschiedlich sind. Das führt in Folge zu sehr unterschiedlichen Anpassungsstrategien.

Klimawandel-Studie für Betriebe wichtig

"Änderungen finden nun einmal statt und es wäre für einen Freizeitbetrieb auch im betriebswirtschaftlichen Sinne verantwortungslos sich damit nicht auseinanderzusetzen", Arno Russ, der Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Veitsch GmbH. "Diese Klimawandel-Studie ist für uns eine wertvolle Informationsgrundlage für langfristige strategische Entscheidungen."

(Quelle: SALZBURG24)

  • Donnerstag 18°
  • Freitag 20°
  • Samstag 26°
  • Sonntag 19°
  • Montag 22°
  • Dienstag 18°
wetter.salzburg24.at

Aufgerufen am 04.08.2021 um 04:46 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/schneedeckendauer-nimmt-seit-1961-deutlich-ab-100782835

Kommentare

Mehr zum Thema