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Keine Schließungen

Länder bekennen sich zu offenen Schulen

Gutschi mit Salzburger Regelung zufrieden

In Österreich sind Schulschließungen derzeit kein Thema. Die Länder bekannten sich nach einem virtuellen Treffen der Landesbildungsreferenten am Donnerstag zu offenen Schulen.

Die Teilnehmer hätten ein Bekenntnis zur offenen Schule abgegeben, berichtete Ressortchef Heinz Faßmann in einer Aussendung: "Schülerinnen und Schüler haben sich in der Pandemie solidarisch gezeigt. Sie mussten in den letzten 20 Monaten auf viel verzichten. In der jetzigen Phase der Pandemie haben sie ein Recht auf so viel Normalität und Unterstützung wie möglich. Ich bin froh, dass wir uns darüber einig sind." Besprochen wurde bei dem Treffen auch die weitere Ausrollung des zweiten wöchentlichen PCR-Tests auf Oberösterreich und Niederösterreich.

Symb_Mutter Symb_Tochter Symb_Eltern Symb_Familie Symb_DistanceLearining APA/ERWIN SCHERIAU
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Gutschi mit derzeitiger Regelung zufrieden

Gegen eine Schließung der Schulen zum jetzigen Zeitpunkt sprachen sich auch Niederösterreich und Salzburg im Ö1-Mittagsjournal aus. Mit der nunmehrigen Lösung, etwa Klassen ab dem zweiten Infektionsfall ins Distance Learning schicken zu können, sei sie sehr zufrieden, meinte etwa die Salzburger Bildungs-Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP). Sowohl Gutschi als auch ihr niederösterreichisches Pendant Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) stellten auch in Abrede, dass ihre Länder Druck für Schulschließungen machen würden. Wenn sich die Lage zuspitze, könne es zwar sein, dass man auch Schulen zusperren müsse. In einer Pandemie schließe sie nichts aus. "Wenn Sie mich fragen, ob ich das will, sage ich eindeutig Nein", so Teschl-Hofmeister.

symb_Schule, symb_Klassenzimmer, Klassenraum, symb_lehrer, symb_Schüler APA/HELMUT FOHRINGER
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Regelmäßige Tests als Kontrollinstrument

Zuvor hatte Tirols Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) argumentiert, dass man durch das regelmäßige Testen an den Schulen ein Kontrollinstrument habe, was das Infektionsgeschehen betreffe. Sie hoffe zudem, dass die neu eingeführte Regelung, wonach ab dem zweiten Infektionsfall die ganze Klasse für fünf Tage ins Distance Learning müsse, greifen werde. Ob man den Winter ohne Schulschließungen überstehen werde, könne sie aber nicht vorhersagen.

ÖGKJP-Präsidium gegen Schließung

Vehement gegen Schulschließungen positionierte sich das Präsidium der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ÖGKJP) und deren Präsidentin Kathrin Sevecke. Studien hätten "eindeutig belegt, dass die Pandemie die psychische Gesundheit junger Menschen deutlich beeinträchtigt", unterstrichen die Experten in einer Aussendung. Man sollte, so die ÖGKJP, "aus den bisherigen Fehlern gelernt haben". Eine erneute Schulschließung würde aus Expertensicht "mit Sicherheit die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen weiter gefährden". Zudem bestehe die Gefahr, dass emotional belastete junge Menschen, die noch nicht klinisch gefährdet sind, nun ebenfalls Symptome einer psychischen Erkrankung entwickeln.

Schulschließungen sorgen für psychische Probleme

Denn mittlerweile sei klar, dass es durch die Schließung der Schulen "nicht nur zu Einschränkungen im Lernergebnis", sondern auch "zu gravierenden sozial-emotionalen Beeinträchtigungen" komme. So haben sich laut der Tiroler COVID-19 Kinderstudie Angst- und Traumasymptome seit März 2020 verdrei- bis vervierfacht. Wiesen im März 2020 noch sechs Prozent der Kinder Symptome im klinischen Bereich auf, waren es bei der letzten Erhebung im Sommer 2021 bereits 23 Prozent.

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Depressionen und Suizidgedanken

Einer bundesweiten Studie zufolge wiesen 55 Prozent der österreichischen Jugendlichen und Auszubildenden klinisch relevante depressive Symptome auf. Die Prävalenz von Suizidgedanken lag bei 37 Prozent. Bereits ein Semester nach Wiedereröffnung der Schulen und Zurückfahren der Eindämmungsmaßnahmen im Juni 2021 habe sich eine Verbesserung der psychischen Gesundheit der Jugendlichen gezeigt.

(Quelle: APA)

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