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Medienberichte

Schweizer nach Terror in Wien unter Verdacht

Ermittlungen gegen Islamisten

Der Terroranschlag von Wien kostete vier Menschenleben
Der Terroranschlag in Wien kostete vier Menschenleben.

Die beiden nach dem Anschlag in Wien verhafteten Islamisten aus der Schweiz könnten mit der Terrorattacke direkt zu tun haben. Gegen sie wird wegen "strafbarer Vorbereitungshandlungen zu Mord und wegen Gehilfenschaft zu Mord ermittelt", berichten die NZZ sowie CH-Media-Titel unter Berufung auf die Schweizer Bundesstaatsanwaltschaft.

Rund drei Monate vor dem Anschlag sollen die beiden Männer von Winterthur aus mit dem Auto nach Wien gefahren sein. Dort sollen sie mindestens einmal beim späteren Attentäter übernachtet haben.

(Quelle: Apa/Sda)

Terroranschlag beschäftigt weiter das Land

Trauer APA/BKA/DRAGAN TATIC
Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag, 03. November 2020, im Rahmen eines Treffens des Bundespräsidenten mit der Regierung und den Parlamentsparteien im Bundeskanzleramt in Wien. 

Österreich steht am Mittwoch weiter ganz im Schatten des Terroranschlags vom Montagabend. Die Regierung trifft sich neuerlich zu einer Online-Sitzung des Ministerrats und auch der Wiener Stadtsenat kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Am Nachmittag tagt der Nationale Sicherheitsrat. Die Polizei wertet weiter zahlreiche Videos aus, die von Zeugen Montagabend aufgenommen wurden, und wird eventuell neue Ermittlungserkenntnisse bekannt geben.

Tag zwei nach dem Anschlag in Wien: Die Wiener Schüler, die am Dienstag von der Schulpflicht befreit waren, sollen wieder in die Schulen gehen. Zumindest die Volksschüler und die Unterstufe. Die Oberstufenschüler, die coronabedingt auf Distance Learning gehen müssen, sollen ihre Sachen aus den Schulen holen. Auch in den Kindergärten soll wieder der Alltag - sowie das in Coronazeiten überhaupt möglich ist - einkehren. Die Geschäfte in der Innenstadt, die am Dienstag zu einem großen Teil geschlossen geblieben waren, sollen ebenfalls wieder öffnen.

Terror in Wien APA/HELMUT FOHRINGER
In Wien wird um die Opfer des Anschlags getrauert.

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Anschlag von Wien hat Konsequenzen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und der französische Präsident Emmanuel Macron planen nun gemeinsame europäische Initiativen im Kampf gegen den Terrorismus. Kurz habe am Dienstagabend mit Macron telefoniert, hieß es aus dem Bundeskanzleramt. Der Kanzler habe dem französischen Präsidenten für den Besuch an der österreichischen Botschaft in Paris und die Eintragung ins Kondolenzbuch gedankt.

Weitere Themen des Gesprächs waren der Kampf gegen den politischen Islam, der Umgang mit Foreign Terrorist Fighters sowie der ordentliche Schutz der europäischen Außengrenzen. Die beiden seien übereingekommen, in diesen Bereichen gemeinsam europäische Initiativen setzen zu wollen und darüber in den kommenden Tagen weiterhin zu beraten.

"Es ist das Virus des Hasses"

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) wendet sich am Mittwoch beim 130. Ministerkomitee des Europarates, das virtuell abgehalten wird, an seine Ministerkollegen. Ursprünglich habe er über die "hohe Belastung, die die globale Covid-19-Pandemie für uns alle" darstelle, "mit Reisewarnungen, Lockdown-Maßnahmen und den negativen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen" sprechen wollen, sagt er.

"Am Montagabend hat uns jedoch ein anderes, globales Virus heimgesucht. Ein Virus, das unsere Gesellschaften in Europa und darüber hinaus quält. Ein Virus, das sich noch rasanter verbreitet als Covid-19 - es verbreitet sich in der Geschwindigkeit eines Gedankens. Es ist das Virus des Hasses, das Virus der Intoleranz und das Virus der völligen Missachtung von Menschenleben", so Schallenberg angesichts des Terroranschlages in Wien.

Aufgerufen am 21.04.2021 um 08:13 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/schweizer-nach-anschlag-in-wien-unter-verdacht-100375705

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