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Besucht Kurz Trump?

Erster Kanzler-Besuch in Washington seit Jahren

Kurz soll bald im Weißen Haus zu Gast sein

US-Präsident Donald Trump plant, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Februar im Weißen Haus zu einem Arbeitsgespräch zu treffen. Das verlautete am Dienstag aus dem Bundeskanzleramt, das zugleich angesichts eines möglichen erneuten Shutdowns ab 15. Februar auf ein gewisses "terminliches Restrisiko" verwies. Auch die US-Botschaft betätigte gegenüber der APA das für Februar geplante Treffen.

"Die USA sind eine Supermacht und unser zweitwichtigster Handelspartner. Wir haben daher stets ein großes Interesse an möglichst guten und engen Beziehungen zu den USA. Ebenso unterstützen wir die Bemühungen der EU, einen möglichen Handelskrieg zwischen den USA und Europa zu vermeiden", betonte Kurz im Vorfeld des USA-Besuchs.

Trump und Kurz haben vieles zu besprechen

Laut Bundeskanzleramt stehen die bilateralen Beziehungen sowie das Verhältnis zwischen der EU und den USA, gerade auch in Handelsfragen, im Vordergrund. Aber auch aktuelle geopolitische und sicherheitspolitische Themen, wie die Beziehungen mit Russland, Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel sowie Israel und Nahost, würden thematisiert.

Ein Zusammenhang mit Venezuela wurde seitens des Bundeskanzleramtes dezidiert in Abrede gestellt, an dem Besuch werde bereits seit Monaten gearbeitet. Auch seitens der US-Botschaft hieß es, dass logistisch bereits seit Monaten an dem Treffen gearbeitet würde. US-Botschafter Trevor D. Traina habe es in die Wege geleitet.

Erster Kanzler seit langem in Washington

"Seit meiner Ankunft in Österreich letzten Sommer habe ich einen Schwerpunkt darauf gesetzt, österreichische Minister mit ihren amerikanischen Amtskollegen zusammenzubringen. Ich weiß, dass Präsident Trump den Besuch von Kanzler Kurz noch in diesem Monat begrüßt und einem produktiven Treffen entgegensieht. Beide Länder profitieren von nachhaltigen Meetings auf höchster Ebene", so der US-Botschafter.

Kurz wäre seit längerem wieder der erste österreichische Kanzler, der im Weißen Haus zu Gast ist. Österreichische Bundeskanzler besuchten die USA, Signatarmacht des Staatsvertrags, früher regelmäßig. So weilte Bundeskanzler Julius Raab 1958 in den USA, Alfons Gorbach 1962, Josef Klaus 1968 und Bruno Kreisky 1974 und 1983. Franz Vranitzky reiste auf dem Höhepunkt der Diskussion um die Kriegsvergangenheit des damaligen Bundespräsidenten Kurt Waldheim im Mai 1987 nach Washington. Vranitzky war dann mehrfach bei Bush sen. und 1994 bei Clinton. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel war nach den Anschlägen des 11. September 2001 und zuletzt im Dezember 2005 im Vorfeld der damaligen österreichischen EU-Ratspräsidentschaft bei Bush jun. im Weißen Haus.

(APA)

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 16.09.2019 um 12:14 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/sebastian-kurz-koennte-noch-im-februar-us-praesident-trump-treffen-65245900

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