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ÖAMTC warnt

Sommerreifen nicht zu früh wechseln

Wetterlage wichtiger als Datum

ÖAMTC_Reifenwechsel.jpg ÖAMTC/APA/Hörmandinger
Erst wenn es tatsächlich über einen längeren Zeitraum wärmer ist, empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen der Reifenwechsel.

Ende März beginnt man in der Regel, an den Wechsel auf Sommerreifen zu denken. Auch wenn die Winterreifenpflicht mit 15. April endet, ist es wichtig, die aktuelle Wettersituation zu beachten.

"Grundsätzlich spricht nichts dagegen, bereits vor dem 15. April, an dem die situative Winterausrüstungspflicht endet, umzustecken", so ÖAMTC-Techniker Friedrich Eppel in einer Aussendung. "Man sollte aber immer ein Auge auf den Wetterbericht haben, denn nur, wenn es konstant warm ist und Schnee und Eis sich endgültig zurückgezogen haben, sollte man wirklich wechseln. Sommerreifen haben auf winterlichen Fahrbahnen, unabhängig vom Datum, nichts verloren."

169753816_3896633373736540_6391145107768545222_n.jpg FF Thalgau/Facebook
Die Feuerwehr Thalgau musste zu mehreren Fahrzeugbergungen ausrücken.

Schneefall sorgt für Chaos auf Salzburgs Straßen

Aufgrund des Schneefalls standen die Feuerwehren im Land Salzburg Mittwochfrüh im Dauereinsatz. Unfälle und Baustellen sorgten für Staus auf den Straßen.

Winterreifen: Schwächen im Sommer

Erst wenn es tatsächlich über einen längeren Zeitraum wärmer ist, empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen der Wechsel. Eppel dazu: "Winterreifen sind für die kalte Jahreszeit ausgelegt und weisen bei höheren Temperaturen einige Schwächen auf. So kann es beispielsweise zu einem längeren Bremsweg oder auch zu stärkerem Verschleiß kommen. Auch das Fahrverhalten kann leiden."

Keinesfalls voreilig wechseln sollte man allerdings, wenn man einen Ausflug in die Berge plant – soweit das unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich ist. Denn auch bei nasser und glatter Fahrbahn sowie Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sorgen Winterreifen für einen besseren Griff.

Sommerreifen vor Wechsel überprüfen

Vor dem Montieren der Sommerreifen sollten sie auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. "Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt zwar bei 1,6 Millimetern. Allerdings kann sich eine geringe Profiltiefe bei Nässe und Aquaplaning gefährlich auswirken", macht der ÖAMTC-Experte aufmerksam. Außerdem sollte vor dem Wechsel auf Risse und Schäden geachtet werden.

Bei einem Wechsel in der Werkstatt wird genau auf solche Details geschaut. Bei modernen Autos, die über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) verfügen, ist zudem die Neukalibrierung des Systems erforderlich.

Tipps zur Lagerung von Winterreifen

Lagert man die Winterreifen zu Hause, sollte man ein paar grundlegende Tipps beherzigen:

  • Reifen idealerweise an der Wand oder auf einem Felgenbaum aufhängen.
  • Reifen sollten an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert werden.
  • Zuvor ist es ratsam, die Reifen mit Kreide gemäß ihrer letzten Fahrzeugposition, also z. B. "VR" für vorne rechts oder "HL" für hinten links, zu markieren.

Reifen gleichmäßig abfahren

"Nach etwa 10.000 Kilometern sollten die Reifen achsweise gewechselt werden. Der rechte vordere Reifen soll rechts hinten montiert werden, links vorne gehört nach links hinten. So werden die Reifen gleichmäßig abgefahren", weiß Eppel. "Sind die Reifen stark ungleich abgenutzt sollte man sich überlegen, gleich vier neue Reifen zu kaufen. Dann können sie ihre Sicherheitseigenschaften optimal auf die Straße bringen." Ist man allerdings zu einem ungleichen Reifenmix gezwungen, sollten die besseren Reifen an der Hinterachse montiert werden. Das vermindert die Schleudergefahr in Notsituationen.

(Quelle: SALZBURG24)

Wochenende wärmer, dann wieder kälter

20210407_PD2222.HR.jpg APA/Barbara Gindl
Am Dienstag steht wieder Morgenfrost und Schneefall bis 500 Meter Seehöhe herab auf dem Programm.

Der April bleibt wetterbestimmend: Nachdem ab Freitag eine gewisse Wetterberuhigung eintritt und über das Wochenende wärmere Temperaturen und auch die Sonne vorherrschend sein sollten, schlägt kommende Woche wieder der Winter zu.

Am Dienstag steht nach der Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wieder Morgenfrost und Schneefall bis 500 Meter Seehöhe herab auf dem Programm. Die Obstbauern können sich also nur vorübergehend entspannen.

Milderes Wetter ab Freitag

Die Details: Am Freitag dreht die Strömung auf West bis Südwest und sorgt für eine Milderung in allen Höhen. Dazu gibt es in den meisten Landesteilen sonniges und vor allem auch trockenes Wetter. Allerdings ziehen im Tagesverlauf von Westen ein paar ausgedehnte Wolkenfelder durch. Diese bleiben harmlos, trüben den sonnigen Wettercharakter jedoch zumindest zeitweise. Der Wind aus Südost bis Südwest weht schwach bis mäßig, im Osten frischt der Wind teils auch lebhaft auf. In der Früh herrscht aber noch verbreitet Frost bei minus zwölf bis plus ein Grad. Tagsüber klettern die Temperaturen auf zehn bis 18 Grad.

Sonne und Wolken am Samstag

Am Samstag bestimmt eine Südwestströmung das Wettergeschehen über Österreich. Damit stauen sich im Südwesten im Tagesverlauf immer mehr Wolken, die auch erste Regentropfen bringen. Überall sonst wechselt die Sonne mit ein paar kompakteren Wolkenfeldern, die zeitweise durchziehen. Die meisten Sonnenstunden gehen sich in den östlichen Landesteilen aus. Der Wind weht mäßig, im Süden und Osten teils lebhaft aus Südost bis Südwest, auf den Bergen wird es mitunter föhnig. Von minus drei bis plus sechs Grad in der Früh steigen die Temperaturen tagsüber je nach Wolken, Sonne und Föhn auf elf bis 20 Grad.

Föhn am Sonntag

Am Sonntag verläuft der Tag generell recht sonnig und an der Alpennordseite mitunter auch föhnig. Im Süden allerdings ziehen immer wieder auch ausgedehnte Wolkenfelder durch, die den Sonnenschein etwas abschirmen. Der Wind weht mäßig, am Alpenostrand teils lebhaft aus südlichen Richtungen, am Alpennordrand kann vorübergehend der Föhn durchgreifen. Die Frühtemperaturen liegen bei null bis acht Grad, die Tageshöchstwerte erreichen je nach Wolken und Föhn zehn bis 22 Grad.

Neue Woche bringt Regen und Schnee

Und dann ist es auch schon wieder vorbei mit dem schönen Wetter: Am Montag werden von Westen und Süden her die Wolken immer dichter und es breitet sich bis zum Abend Regen oder Schneefall auf den Westen und Süden aus. Aber auch im Norden und Osten sind am Nachmittag ein paar Regenschauer zu erwarten. Die Schneefallgrenze sinkt in Vorarlberg auf rund 700 Meter, von Salzburg ostwärts bleibt sie meist noch über 2.000 Metern Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bergland lebhaft erst aus südlichen Richtungen, mit der Front dreht er auf West bis Nord. Die Frühtemperaturen bewegen sich um drei bis zehn Grad, die Tageshöchsttemperaturen erreichen noch einmal zehn bis 22 Grad, wobei es im Westen teils tagsüber bereits wieder etwas abkühlt.

Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter

Am Dienstag hat sich der Tiefdruckeinfluss durchgesetzt und sorgt für dichte Wolken und verbreitet für Regen oder Schneefall, wobei die Schneefallgrenze auf 1.000 bis 500 Meter Seehöhe absinkt. Tagsüber verlagert sich der Schwerpunkt des Niederschlags in den Süden und Osten. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Bergland auch stürmisch aus Nordwest bis Nord. Minus ein bis plus sechs Grad hat es in der Früh, tagsüber nur noch zwei bis zwölf Grad.

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