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Worauf geachtet wurde

Teuerster Sonnenschutz fällt bei VKI-Test durch

Mangelnder Schutz vor Sonnenbrand und Hautschäden

symb_ozon, symb_sonnenschutz, sonnencreme, dpa/Caroline Seidel
Guter Sonnenschutz muss nicht unbedingt viel Geld kosten. (SYMBOLBILD)

13 von 16 vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) überprüfte Sonnenschutzmittel mit hohem UV-Faktor (30, 50 und 50plus) schützen sehr gut vor Sonnenbrand und Hautschäden. Zum Teil seien sie auch noch sehr preiswert. Versagt habe ausgerechnet das teuerste Produkt im Test.

Ein Naturkosmetik-Spray werde zwar mit "optimalem Schutz" beworben, halte das Versprechen aber weder bei UVA- noch bei UVB-Strahlen ein. Drei Mittel mit sehr guter Schutzwirkung (dm Sundance, Müller Lavozon, Spar Sun Kiss) schaffen es hingegen auch, die Haut optimal mit Feuchtigkeit anzureichern. Für diesen Pflegebonus gab es eine sehr gute Gesamtbewertung.

Verlierer beim Sonnencreme-Test

Die Verlierer waren zwei Naturkosmetik-Sprays - Biosolis sowie Lavera, dessen Sensitiv Sonnenspray den angegebenen Schutzfaktor 30 nicht erfülle - sowie das Apothekenprodukt Vichy Capital Soleil Sonnenspray mit Hyaluron, hier falle der UVA-Schutz zu gering aus.

Vier Sonnencremes schnitten im Test sehr gut ab.
17.06.2019, Bayern, München: ILLUSTRATION - Eine Frau trägt sich zwei unterschiedliche Sonnenschutzmittel auf. Unten einen mit physikalischen Filter, oben einen mit chemischen Filter. Sommer, Sonne, Ferien - viele freuen sich in diesen Tagen auf Erholung von Alltagssorgen und Arbeitsstress. Risiken und Nebenwirkungen werden dabei gerne verdrängt. Vor allem die Haut braucht im Sommer aber auch Schutz. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.

Vier Sonnencremes sehr gut, drei fallen durch

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Richtige Anwendung

Bei einem Erwachsenen soll für den ganzen Körper die Menge von drei Esslöffeln aufgetragen werden, und Stellen wie Ohren oder Zehenzwischenräume nicht vergessen, wird im Magazin "Konsument" (Juli-Ausgabe) geraten. Nachcremen ist unerlässlich, vor allem bei starkem Schwitzen und nach dem Baden. Bei kleineren Kindern sollte man zusätzlich auf textilen Schutz achten und sie möglichst nicht in der prallen Sonne belassen.

Gefahr für Gesundheit und Umwelt?

Manche UV-Filter stehen im Verdacht, sie könnten Gesundheit und Umwelt gefährden, zuletzt etwa die Substanz Octocrylene. An der Universität Sorbonne waren octocrylenehaltige Kosmetika im Labor bei 40 Grad Lagertemperatur künstlich zum Altern gebracht worden, danach war die Verbindung Benzophenon nachweisbar, das laut Tierversuchen in größeren Mengen möglicherweise Krebs fördern kann.

Sieben der getesteten Sonnenschutzmittel enthielten Octocrylene, und auch der VKI führte diesbezüglich einen Versuch durch. "Die Werte (von Benzophenon, Anm.) waren mit jenen der französischen Untersuchung vergleichbar", berichten die Tester. Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR) habe allerdings Entwarnung gegeben, was direkte mögliche gesundheitliche Risiken angeht.

Viele Mittel enthalten mehrere UV-Filter und die Konzentrationen der jeweiligen Stoffe seien nicht bekannt, so der VKI. Würde man rein nach den enthaltenen Substanzen ausgehen, wären von den untersuchten Produkten mit sehr gutem UV-Schutz am ehesten Müller Lavozon, Cetaphil Sun, Annemarie Börlind, Piz Buin und Avène Eau Thermale umweltverträglich.

(Quelle: APA)

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