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"Regierungsversagen"

SPÖ poltert gegen "chaotisches Corona-Management"

Deutsch richtet scharfe Kritik an Tourismusministerin Köstinger

Christian Deutsch über Regierungs-Performance "not amused"

Scharfe Kritik richtete SPÖ-Bundesgeschäftsführer Deutsch an die Tourismusministerin. (ARCHIVBILD)

Die SPÖ hat am Sonntag scharfe Kritik am "chaotischen Corona-Management der türkis-grünen Bundesregierung" geübt. "Der Cluster am Wolfgangsee wird immer größer, von den angekündigten 65.000 Tests in Tourismusgebieten ist weit und breit keine Spur und welche Einreisebestimmungen jetzt gelten, ist für niemanden mehr nachvollziehbar", polterte Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch.

Zuerst habe die Bundesregierung der Bevölkerung weismachen wollen, dass Urlaub in Österreich sicher sei, so Deutsch. "Jetzt gibt es mit St. Wolfgang nach dem Fanal in Ischgl bereits den zweiten großen Tourismus-Cluster." Scharfe Kritik richtete er an die Tourismusministerin: "McKinsey-Ministerin (Elisabeth/ÖVP, Anm.) Köstinger hat in einer großen PR-Show 65.000 Tests wöchentlich angekündigt, um den Tourismus in Österreich als besonders sicher zu inszenieren." Von diesen Zahlen ist man aber "meilenweit entfernt". Einziger Profiteur dieses "Regierungsversagens" sei "der Edelberater McKinsey".

McKinsey: Wurden nie beauftragt oder bezahlt 

Erstmals hat sich die Beratungsfirma McKinsey zur Debatte über die Corona-Tests im Tourismus gemeldet. "McKinsey wurde im Rahmen des Projekts Safe A/COVID-19-Testungen im Tourismus zu keinem Zeitpunkt bezahlt, weder von der öffentlichen Hand noch von Privatunternehmen", hieß es am Sonntag in einer Mitteilung an die APA. Daraus geht hervor, dass nur unbezahlte Vorarbeiten getätigt worden seien. 

Wörtlich heißt es in der Mitteilung zu diesen Überlegungen weiters: "Einige der beteiligten Labore haben gemeinsam mit McKinsey an der Entwicklung eines möglichen umfassenden COVID-19-Testsystems gearbeitet. In diesem Zuge gab es auch die Überlegung privater Labore, McKinsey mit einer bezahlten Unterstützung zu beauftragen." Hierbei sei es etwa um Projektmanagement, Optimierung der Logistik und die IT-Konzeption gegangen. "Eine solche Beauftragung kam jedoch nicht zustande, so dass McKinsey aktuell nicht mehr an dem Projekt beteiligt ist." 

SPÖ fordert bundesweit einheitliche Vorgaben

Als "fahrlässig" bezeichnete es Deutsch auch, dass "von einer längst angekündigten Ampel-Regelung zur Einordnung von Risikogebieten auch nach Monaten noch immer nichts zu sehen ist". Es brauche endlich bundesweit einheitliche Vorgaben, so seine neuerliche Forderung. Auch sei vollkommen unklar, warum Schulen kollektiv geschlossen werden, "während tatsächlich betroffene Tourismusanlagen offen bleiben dürfen".

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 22.04.2021 um 09:33 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/spoe-kritik-am-chaotischen-corona-management-der-regierung-90674914

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