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Einsätze österreichweit

Starkregen sorgt für Hochwasser-Voralarm

Flusspegel steigen stetig

Starke Regenfälle haben in der Nacht auf Dienstag zu Vermurungen und Verkehrsbehinderungen in großen Teilen Österreichs geführt. In Steyr (Oberösterreich) wurde der Hochwasser-Voralarm ausgelöst, da sich die Enns einem Wasserstand von fünf Metern nähert. In Kärnten ist laut Ö3 die Bahnstrecke zwischen Feldkirchen und Villach nach Murenabgängen und Hangrutschungen an mehreren Stellen unterbrochen.

In Salzburg sind vor allem im Lungau, Pongau und Pinzgau die Feuerwehren im Dauereinsatz. HIER berichten wir ausführlich im LIVEBLOG.

Hochwasser-Voralarm für den Inn in Schärding

In Schärding ist am Dienstag um 9.20 Uhr der Hochwasser-Voralarm ausgelöst worden. Der Inn sollte im Laufe des Nachmittags einen Wasserstand von sieben Metern erreichen. "Ob es sich dabei um den Höchststand handelt, ist noch nicht bekannt", hieß es Dienstagvormittag von der FF Schärding. "Wir werden die Lage gegen Mittag neu beurteilen."

Nach den heftigen Regenschauern stieg der Pegel am Inn, der normalerweise eine Höhe von vier Metern hat, rasant. Bei einem erwarteten Wasserstand von sieben Metern könnten erste Gebäude und Straßen betroffen sein.

Bereits am Montag wurde mit dem Aufbau des Hochwasserschutzes in Schärding begonnen. Zuletzt wurde der Hochwasser-Voralarm 2013 ausgelöst.

Erste kleinräumige Überflutungen in der Obersteiermark

Die Vorboten der angekündigten umfangreichen Regenfälle haben Montagabend im obersteirischen Mürztal für erste Überschwemmungen und Einsätze für die Feuerwehrleute gesorgt. Am Alpl war ein Bach an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Keller und Wohnräume wurden von den Einsatzkräften ausgepumpt. Mit Sandsäcken und schwerem Gerät konnte der Bach wieder in das Bachbett zurückgeleitet werden.

In Langenwang standen die freiwilligen Helfer im Traibachgraben im Einsatz. Auch in Mürzzuschlag machten die Wassermengen den Einsatzkräften zu schaffen: In Freßnitz sei ein Überfließen des Freßnitzbaches an einer Stelle gerade noch verhindert worden, hieß es von der Feuerwehr.

Am Bauhof Krieglach bereiteten 30 Helfer der drei Feuerwehren Krieglach, Freßnitz, Krieglach Werk und Mitarbeiter der Marktgemeinde Krieglach rund 500 Sandsäcke für die kommenden Stunden und Tage vor, denn weitere Regenfälle wurden prognostiziert. Insgesamt standen um 21.00 Uhr etwa 100 Leute der Feuerwehren des Verbands Mürzzuschlag im Einsatz.

In der weststeirischen Bezirkshauptstadt Voitsberg kam es möglicherweise durch den vielen Regen zu einem Felssturz im Bereich der Greißeneggerstraße: Ein Pkw-Lenker bemerkte ihn gegen 21.30 Uhr. Dabei fielen mehrere Steine sowie ein etwas größerer Gesteinsbrocken offenbar vom Hang des Schlosses Greißenegg auf die unterhalb vorbeiführende Fahrbahn, hieß es am Dienstag seitens der Landespolizeidirektion Steiermark.

Nachdem weitere Hangrutschungen nicht auszuschließen waren, wurde die Greißeneggerstraße im Bereich der Auffahrt der Umfahrungsstraße B70 bis zum Bahnübergang bis auf weiteres in beide Fahrtrichtungen für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Zufahrt zum Hauptplatz Voitsberg sowie die Durchfahrt in Richtung Graz war auf diesem Weg vorübergehend nicht möglich. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Vermurungen in Kärnten

Im südlichsten Bundesland rückten die Feuerwehren in der Nacht rund 200 Mal aus. Laut Polizei ist die L32 in Zlan (Bezirk Villach-Land) auf einer Länge von ca. zehn Metern vermurt. Wegen Untermurung brach die Böschung und verunreinigte die gesamte Fahrbahn. Die Straße bleibt daher bis Mittag gesperrt, eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.

Aufgrund der heftigen Gewitter kam es auch im Oberen Gurktal entlang der Landesstraße L64 und im Ortsgebiet Deutsch-Griffen zu mehren Murenabgängen und Überschwemmungen. Da mehrere Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen drohen und die Straße teilweise durch Schlammmassen unpassierbar ist, wurde die L64 ebenfalls für den Verkehr gesperrt.

Über 20 Feuerwehreinsätze in Vorarlberg

Der angekündigte Starkregen hat in Vorarlberg in der Nacht auf Dienstag und am Dienstagvormittag mehr als 20 Feuerwehr-Einsätze notwendig gemacht. Hauptsächlich galt es unter Wasser stehende Keller auszupumpen, hieß es auf APA-Anfrage bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle. Wegen Überflutung mussten auch einige Straßen gesperrt werden. Am stärksten betroffen war der Bezirk Dornbirn.

In der Nacht verzeichneten die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle 18 Einsätze, davon die Hälfte im Bezirk Dornbirn. In der Stadt Dornbirn fielen innerhalb von 24 Stunden mehr als 70 Liter Regen pro Quadratmeter. Nach 7.00 Uhr rückte die Feuerwehr vorerst drei Mal aus. Neben dem Bezirk Dornbirn war vor allem auch der Bezirk Feldkirch betroffen. Größere Schäden wurden zunächst aber keine bekannt.

Aufgrund von Überflutung waren am Dienstagvormittag mehrere Straßen gesperrt, darunter etwa die Furt über die Dornbirner Ache in Dornbirn-Rohrbach, die Höchster Straße (L41) durch das Ried oder auch die Bildsteiner Straße (L15). Die Hauptrouten waren jedoch alle frei befahrbar.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 01:56 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/starkregen-sorgt-fuer-hochwasser-voralarm-91046062

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