Jetzt Live
Startseite Österreich
Wer noch in der Verlosung ist

Steigt USA-Russland-Gipfel in Wien?

Kurz bietet Putin Ort für Gespräch an

Bundeskanzler telefonierte mit russischem Präsidenten
Gesprochen wurde auch über den Corona-Impfstoff Sputnik V, Weißrussland, Ukraine und die Causa Nawalny. 

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Wladimir Putin angerufen und für einen möglichen Gipfel des russischen Präsidenten mit seinem US-Amtskollegen Joe Biden geworben. Gesprochen wurde auch über den Corona-Impfstoff Sputnik V, Weißrussland, Ukraine und die Causa Nawalny.

"Der Bundeskanzler schlug vor, Wien als Ort eines möglichen russisch-amerikanischen Gipfeltreffens ins Auge zu fassen, wenn über seine Durchführung Einigung erzielt werden sollte", erklärte der Kreml. Zudem habe sich Kurz für seine Einladung zum Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg im Juni bedankt und seine Teilnahme per Videoschaltung zugesagt, hieß es.

Mögliche Orte für Gespräch

Außer Wien ist auch Helsinki, Genf und Dublin als möglicher Austragungsort für einen Gipfel zwischen Putin und Biden im Gespräch. Biden hatte Putin angesichts erheblicher Spannungen zwischen beiden Staaten ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen, nach seinen Vorstellungen im Sommer in Europa. Der Kreml hat bisher offengelassen, ob Putin die Einladung annimmt. Beim letzten Gipfel von den USA und Russland im Jahr 2018 war Helsinki zum Zug gekommen.

Auf APA-Nachfrage bestätigte ein Sprecher des Bundeskanzleramts Kurz' Teilnahme an der russischen Prestigeveranstaltung des Petersburger Wirtschaftsforums. Er ergänzte, dass auch der Kauf von einer Million Impfdosen Sputnik V durch Österreich nach einer Zulassung durch die EU-Arzneimittelagentur (EMA) thematisiert worden sei.

Mehr Austausch zwischen Österreich und Russland

Nach der Pandemie solle die wirtschaftliche Zusammenarbeit wieder intensiviert werden, erläuterte das Bundeskanzleramt einen wichtigen Hintergrund des Telefonats. Das Handelsvolumen mit Russland habe vor der Pandemie 2019 rund 5 Mrd. Euro betragen und es habe rund 1,2 Millionen Nächtigungen russischer Touristen in Österreich geben. Nunmehr gelte es, diesen Austausch nach der Pandemie wieder rasch anzukurbeln, betonte der Sprecher.

Neben bilateralen Themen, darunter gemeinsamen Aktivitäten zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, verwies der Kreml insbesondere auf von Bundeskanzler Kurz angesprochen Themen. Putin habe etwa auf Kurz' Bitte den Zugang Russlands bei der "Regulierung der innerukrainischen Krise" erklärt. Er verwies demnach darauf, dass Kiew dafür die Minsker Abkommen völlig und bedingungslos umsetzen müsse. In Bezug auf die Situation in Belarus (Weißrussland) sei von russischer Seite die Ablehnung einer "äußeren Einmischung in die inneren Angelegenheiten" dieses Staates als "unzulässig" unterstrichen worden. Auch die "Frage Alexej Nawalny" sei tangiert worden, informierte Moskau.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 09.05.2021 um 09:22 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/steigt-usa-russland-gipfel-in-wien-103200946

Kommentare

Mehr zum Thema