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Ex-FPÖ-Chef

Strache beklagt "miese kriminelle Intrige"

FPÖ-Chef sieht Kriminalfall
Strache sieht einen Kriminalfall.

Für den ehemaligen FPÖ-Parteichef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist das Abschneiden der FPÖ bei der EU-Wahl "angesichts des niederträchtigen Dirty-Campaignings ein mehr als respektables Ergebnis". "Danke für Eure Stimme und das Vertrauen trotz der miesen kriminellen Intrige gegen mich und damit auch gegen die FPÖ!", schrieb er in der Nacht auf Montag auf Facebook.

"Wir bleiben weiterhin an der Klärung dieses Kriminalfalles dran! Jeder Mittäter und die Auftraggeber werden hoffentlich auffliegen und ihre gerechte Strafe bekommen!", heißt es in dem Posting weiter.

Im Zusammenhang mit dem Ibiza-Video hat die Staatsanwaltschaft Wien unterdessen Ermittlungen aufgenommen. In Bezug auf die Erstellung des Videos werde "in mehrere Richtungen ermittelt", teilte Behördensprecherin Nina Bussek am Montagvormittag mit.

Herzlichen Dank an alle Unterstützer und Wähler! Danke für Eure Stimme und das Vertrauen trotz der miesen kriminellen...

Gepostet von HC Strache am Sonntag, 26. Mai 2019

Ibizagate: Video um 600.000 Euro verkauft

Aus "ermittlungstaktischen Gründen" war Bussek zu keinen weiteren Auskünften bereit. Gegenüber der APA wollte sie weder die Frage beantworten, welche strafrechtlichen Tatbestände geprüft werden, noch ob und gegen allenfalls welche konkreten Personen ermittelt wird.

Ein deutscher Verein soll den Herstellern des Ibiza-Videos, das Strache und Johann Gudenus zum Rücktritt bewogen hat, das Material um 600.000 Euro abgekauft haben. Das berichtet die "Kronen Zeitung". Demnach soll das Video, das in weiterer Folge vom "Spiegel" und der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) veröffentlicht wurde, in Krügerrand-Goldmünzen bezahlt worden sein.

Russische Oligarchen-Nichte gecastete Studentin?

Laut "Krone" waren vier Personen - ein Wiener Anwalt, ein Detektiv und zwei Sicherheitsexperten - für die Produktion des Videos verantwortlich. Ihr kolportiertes Motiv: Persönliche Rache und Abneigung gegen die freiheitliche Politik. Ein Leibwächter des Anwalts mit einer Kanzlei in der Wiener Innenstadt soll Details über das Privatleben Straches gekannt haben, auf Basis dieser Informationen wurde dann angeblich gezielt ein Lockvogel für den FPÖ-Chef gecastet.

Bei der vorgeblichen Nichte eines russischen Oligarchen, mit der sich Strache und Gudenus im Sommer 2017 auf Ibiza trafen, soll es sich um eine mehrsprachige bosnische Agrarwissenschaften-Studentin gehandelt haben. Laut "Krone" erhielt sie für ihre schauspielerischen Leistungen eine Tagesgage von 6.000 bis 7.000 Euro.

FPÖ fordert U-Haft für Mitwirkende

Bestätigung für die "Krone"-Berichterstattung gab es keine. Der Rechtsvertreter des Wiener Anwalts, Richard Soyer, wollte auf APA-Anfrage die Meldung nicht kommentieren. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker hatte am Wochenende für die Mitwirkenden am Video U-Haft wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr verlangt. Für die FPÖ besteht der Verdacht auf Urkundenfälschung, Täuschung und Missbrauch von Ton- und Abhörgeräten.

Das "Zentrum für politische Schönheit" - ein deutscher Verein, der sich der politischen Aktionskunst verschrieben hat und der als möglicher Auftraggeber des Ibiza-Videos vermutet wurde - hat am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter jedwede Beteiligung zurückgewiesen. Weder sei für das Video seitens des Vereins Geld geflossen noch habe man es den Medien zugespielt. "Statt wilder Gerüchte über den Ursprung des Videos zu verbreiten, könnten sich die investigativen Ressorts um die Finanzierungsquelle der #FPÖ kümmern", twitterte das "Zentrum für politische Schönheit".

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 25.08.2019 um 07:58 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/strache-beklagt-miese-kriminelle-intrige-70893247

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