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Wegen Studiengebühren

6.000 Berufstätige brechen Studium ab

Universität, Studiengebühren Bilderbox/Symbolbild
Berufstätige Studenten müssen nun Studiengebühren zahlen.

Knapp 6.000 berufstätige Langzeitstudenten haben an den Unis nach der Wiedereinführung von Studiengebühren für diese Gruppe im Wintersemester 2018 ihre Ausbildung abgebrochen. Umgekehrt haben knapp 17.000 weiter inskribiert, so Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ.

Derzeit sind alle Universitätsstudenten aus Österreich bzw. der EU innerhalb der Regelstudienzeit plus zwei Semestern von der Zahlung von Studiengebühren (derzeit 363,36 Euro pro Semester) befreit. Bis zum Sommersemester 2017 galt darüber hinaus aber auch eine Ausnahme für Berufstätige: Sie mussten auch dann nicht zahlen, wenn sie diese "Toleranzsemester" bereits überschritten hatten.

Insgesamt nahmen diese Befreiung im Wintersemester 2017 25.092 Personen in Anspruch, heißt es in der Anfragebeantwortung. Von diesen waren im Wintersemester 2018 16.568 (66 Prozent) noch immer inskribiert. Demgegenüber setzten 5.736 (23 Prozent) ihr Studium im Wintersemester 2018 nicht mehr fort. Die restlichen 2.788 (11 Prozent) schafften im Studienjahr 2017/18 ihren Abschluss.

Studiengebühren: Ältere Studenten brechen ab

"Tausende Studierende haben also ihr Studium wegen der Studiengebühren beenden müssen", so SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl in einer Aussendung. "Vielfach sind das Personen, die im zweiten Bildungsweg, neben ihrem Job, ein Studium absolvieren und jene, die von den Eltern keine oder nicht genügend finanzielle Unterstützung bekommen können. Es trifft also jene, die es ohnehin schon schwer haben, überhaupt ein Studium zu absolvieren. Das führt zu einer weiteren sozialen Selektion."

Abgebrochen haben laut Zahlen des Ministerium vor allem ältere berufstätige Langzeitstudenten: 65 Prozent derjenigen, die ohne Abschluss nicht mehr fortsetzten, waren älter als 30 Jahre. 29 Prozent befanden sich im Alter zwischen 25 und 30 Jahren, sechs Prozent waren jünger.

(APA)

(Quelle: APA)

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