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64.000 Betroffene

Taskforce soll Jugend-Abeitslosigkeit bekämpfen

Regierung ruft neues Beschäftigungsprojekt ins Leben

64.000 junge Menschen sind in Österreich derzeit beschäftigungslos. Um diese Altersgruppe nach dem Corona-Lockdown in den Arbeitsmarkt zu integrieren, ruft die Bundesregierung eine neue Taskforce ins Leben. 1.000 Menschen zwischen 20 und 30 Jahren sollen damit Praktikumsplätze vermittelt bekommen. Das verkündete Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Interessierte Betriebe und junge Menschen können sich beim AMS melden. Sollte ein Praktikumsplatz in einem anderen Bundesland liegen, übernimmt die Regierung die Kosten für den Wechsel des Wohnortes.

- 64.000 junge Menschen unter 25 Jahren sind derzeit arbeitslos

- Taskforce für 1.000 junge Beschäftigungslose ins Leben gerufen

- 150.000 Menschen im Vergleich zum Corona-Höchststand wieder in Beschäftigung

- 454.000 Menschen weiter in Kurzarbeit, leichter Anstieg, weil die Verlängerungsverträge (bisher 35.000) schrittweise einlagen

Wieder mehr Kurzarbeit in Österreich

Die in den vergangenen Wochen gesunkene Kurzarbeits-Zahl in Österreich ist zuletzt wieder angestiegen. Aktuell sind 454.171 Personen in Kurzarbeit, gab die Arbeitsministerin bekannt. Vor einer Woche waren es lediglich 403.382 Menschen gewesen. Der leichte Anstieg sei zu erwarten gewesen, weil Betriebe noch rückwirkend Verlängerungsanträge stellen können, hieß es.

Bis zur vergangenen Woche hatte sich die Kurzarbeit binnen sieben Tagen fast halbiert. Im Vergleich zum Höhepunkt der Krise beträgt der Rückgang bis zum heutigen Tag immerhin rund 900.000 Personen. Die Nachfrage nach Verlängerung der Kurzarbeit ist nach wie vor nicht sehr hoch, derzeit liegen rund 35.000 Verlängerungsanträge vor. Mehr als ein Drittel der Verlängerungsanträge kommen aus dem Bereich der Warenproduktion, also hauptsächlich der Industrie, und nur noch rund 15 Prozent aus dem Handel; am Höhepunkt der Krise waren die beiden Bereiche etwa gleich stark vertreten.

Ohne Job sind in Österreich aktuell 438.421 Menschen, etwas weniger als vorige Woche. Davon sind 390.541 Personen arbeitslos gemeldet, und 47.880 Personen befinden sich in Schulung. Die Arbeitslosenzahlen seien binnen einer Woche um rund 3.700 zurückgegangen, damals waren 442.089 Menschen ohne Job vermeldet worden. Gegenüber dem Höhepunkt der Krise sei die Arbeitslosenzahl um rund 146.000 Personen gesunken, so die Ministerin. Eine große Herausforderung sei nach wie vor bei der Jugendbeschäftigung gegeben, aktuell seien 64.370 unter 25-Jährige in Arbeitslosigkeit oder Schulung.

Absage für Arbeitszeitverkürzung 

Die Ministerinnen haben Wünschen von SPÖ und Gewerkschaften nach einer Arbeitszeitverkürzung eine klare Absage erteilt. "Jetzt ist nicht das richtige Timing, um eine Arbeitszeitverkürzung zu diskutieren", betonte Aschbacher in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schramböck zu den wöchentlichen Arbeitslosen- und Kurzarbeitszahlen.

Schramböck sprach sich "als Wirtschaftsministerin ganz klar gegen eine Arbeitszeitverkürzung" aus. Auch könne man das nicht über einen Kamm scheren. Das einzige, was helfe, sei eine Flexibilisierung "und nicht mit der Gießkanne drüberzufahren und die Unternehmen zu schädigen".

(Quelle: SALZBURG24)

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