Jetzt Live
Startseite Österreich
Bermuda-Dreieck

Terror im Wiener Party-Hotspot

Schauplatz des Anschlags beliebte Ausgehmeile

Die Attentäter von Wien haben sich einen Ausgeh-Hotspot ausgesucht. Die Terror-Attacke nahm laut Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) ihren Ausgang in der Seitenstettengasse. Dort befindet sich nicht nur die jüdische Synagoge, die ebenfalls Ziel gewesen sein könnte, sondern auch das sogenannte Bermuda-Dreick, ein alt gedientes Lokalviertel in der Wiener Innenstadt.

Das Bermudadreieck erstreckt sich vom Rabensteig über die Seitenstettengasse bis zur Judengasse und zum Ruprechtsplatz, alles nahe dem Verkehrsknotenpunkt Schwedenplatz. Angesichts der milden Temperaturen und der morgen coronabedingt startenden Gastrosperre war die Gegend, in der sich Lokal an Lokal reiht, auch an einem Montagabend belebt.

Legendäre Lokale am Terror-Schauplatz

Vor allem in den 1980er-Jahren war das Bermudadreieck ausnehmend beliebt. Zu den legendären Gaststätten zählten das noch immer bestehende "Krah-Krah", der "Rote Engel" und der "Kaktus". Der Name des Lokalviertels leitet sich der Legende nach davon ab, dass so mancher trinkfreudige Besuch für längere Zeit in diesem Viertel "verschollen" war.

(Quelle: APA)

Wien nach Terroranschlag unter Schock

Anschlag Wien APA/ROLAND SCHLAGER
In Wien hat sich am Montagabend mutmaßlich ein Terroranschlag ereignet.

Wien steht am Tag nach dem blutigen Terror unter Schock. Vier Menschen wurden Montagabend bei dem "Anschlag von mindestens einem islamistischen Terroristen" getötet, erklärte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Demnach war der Angreifer "Sympathisant der Terrormiliz IS". Die Behörden gehen von weiteren Tätern aus, weshalb schwer bewaffnete Einsatzkräfte in der Innenstadt patrouillieren.

Bei dem Anschlag in der Wiener Innenstadt sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier davon sind Opfer, bei ihnen handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer. Der fünfte Tote ist ein Attentäter, der mittlerweile identifiziert wurde.

Wiener Innenstadt abgeriegelt

Aktuell stehen anschlagbezogen 1.000 Polizisten im Dienst, wobei Beamte aus Niederösterreich und dem Burgenland beigezogen wurden. Die städtische Infrastruktur und öffentliche Räume würden gesichert, zum Objektschutz habe das Bundesheer 75 Soldaten abgestellt, sagte Nehammer.

Alle Ereignisse im LIVETICKER

 

Was zum Attentäter bekannt ist

Der getötete Angreifer trug dem Innenminister zufolge eine Attrappe eines Sprengstoffgürtels, er ist namentlich identifiziert. Vorerst keine Informationen gab es auch zur Nationalität des getöteten Angreifers, ob dieser in Wien gemeldet oder angereist war oder ob er Familie hier hatte. Die Polizeivertreter sagten auch nichts dazu, ob er bisher in Richtung IS-Sympathie strafrechtlich in Erscheinung getreten ist.

Laut dem Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl wurde der Angreifer um 20.09 Uhr von Beamten der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) "neutralisiert".

Wiener sollen zuhause bleiben

Die Behörden gehen nach wie vor davon aus, dass bei dem Terroranschlag mehrere Attentäter an dem Angriff beteiligt waren und hielten ihre Warnungen, zuhause zu bleiben und insbesondere die Innenstadt zu meiden, aufrecht.

Kurz meldet sich nach Terroranschlag

Bundeskanzler Sebastian Kurz beruft für Dienstagfrüh (9 Uhr) einen Sonderministerrat per Videokonferenz ein. Im Anschluss wird er sich mit einer Rede an die Bevölkerung wenden – SALZBURG24 wird LIVE berichten.

Aufgerufen am 04.12.2021 um 08:12 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/terror-in-wiener-party-hotspot-95073166

Kommentare

Mehr zum Thema