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Tod von Österreicherin in Paraguay: Mordanklage

Gatte und Freundin sollen die Frau vergiftet haben Salzburg24
Gatte und Freundin sollen die Frau vergiftet haben

Im Fall einer laut Gutachten in Paraguay vermutlich vergifteten Niederösterreicherin ist die Mordanklage gegen ihren Ehemann und dessen Freundin fertiggestellt. Das berichtete der "Kurier" am Donnerstag. Ein Termin für den Prozess am Landesgericht Wiener Neustadt stehe noch nicht fest.

Der 53-Jährige war im November - gut zwei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau während eines Urlaubes zu dritt - festgenommen worden. Die Leiche der 47-Jährigen war 2013 exhumiert worden. Der Tageszeitung zufolge wies Gerichtsmediziner Wolfgang Denk im Gewebe "Hydromorphon" nach. Der Wirkstoff sei in "Hydal" enthalten, einem Schmerzmittel, das der Verdächtige seit Jahren wegen einer Krankheit einnehme.

Laut Anklage sollen die beiden der Wiener Neustädterin eine tödliche Dosis des Medikamentes in einem Getränk verabreicht haben, um an ihre zwei Lebensversicherungen im Wert von 80.000 Euro heranzukommen, so der "Kurier". Die Verteidiger der Beschuldigten sprachen hingegen von einer "abenteuerlichen" Anklage, da nicht einmal eine genaue Todesursache feststehe. Außerdem seien die Verdächtigen entgegen der Darstellung der Staatsanwaltschaft kein Paar.

Die Behörden in Paraguay hatten damals "plötzlichen Tod" als Ursache vermerkt, die Verstorbene wurde ohne vorangegangene Obduktion begraben. Dem Generalkonsulat fiel jedoch laut "Kurier" auf, dass der Verdächtige falsche Angaben machte und außerdem verschwieg, dass die Tote seine Ehefrau war.

(Quelle: S24)

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