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Mehrere Lawinen in Tirol

Tödliche Lawinen in Reutte und Kühtai

Am 20. Jahrestag der Lawinenkatastrophe von Galtür hat sich in Tirol erneut ein tödliches Lawinenunglück zugetragen. Beim Abgang von drei Lawinen im Gemeindegebiet von Breitenwang (Bez. Reutte) sind am Samstag mehrere Personen verschüttet worden, die genaue Anzahl war vorerst unklar. Vor Einbruch der Dunkelheit wurden fünf Personen geborgen, eine davon war unter den Schneemassen zu Tode gekommen. Auch im Kühtai (Bez. Imst) kam am Samstag ein Wintersportler unter eine Lawine ums Leben.

Laut Polizei wurde eine zweite Person verletzt aus den Schneemassen ausgegraben. Die anderen drei Personen blieben unverletzt. Die fünf Wintersportler waren von der südlichsten der drei Lawinen erfasst worden. Die Lawinen - zunächst war nur von einer die Rede gewesen - gingen gegen 14.30 Uhr in einem Waldgebiet im Bereich Ammerwald ab. Das Einsatzgebiet befindet sich lediglich rund 100 Meter vom Hotel Ammerwald entfernt. Das Hotel sei von den Lawinenabgängen aber nicht betroffen, so die Polizei. Generell herrschte im Bezirk Reutte am Samstag mäßige Lawinengefahr der Stufe zwei auf der fünfstufigen Gefahrenskala.

Reutte: Einsatzkräfte wurden eingeflogen

Die Suchaktion gestaltete sich außerordentlich schwierig, da die Unglücksstelle von Tiroler Seite aus aufgrund von Lawinengefahr nicht auf dem Landweg erreichbar war. Rund 60 Einsatzkräfte wurden mit vier Helikoptern zu den drei Lawinenkegeln geflogen. Auch Stunden nach den Lawinenabgängen stand nicht fest, wie viele Personen von den Schneemassen verschüttet wurden. Nach der Bergung der fünf Personen wurde die Suche fortgesetzt, weil weitere Signale von Lawinenverschüttetensuchgeräten empfangen wurden. Dabei konzentrierten sich die Retter auf die mittlere und die nördliche Lawine.

Lawine KÜhtai APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Ein Hubschrauber und Einsatzkräfte im Kühtai.

Weiterer Lawinenabgang in Kühtai

Im freien Skigebiet von Kühtai (Bez. Imst) kam es am Samstagnachmittag ebenfalls zu einem Lawinenabgang. Ein noch nicht identifizierter Wintersportler ist dabei getötet worden. Er konnte nur noch leblos aus den Schneemassen geborgen worden, teilte die Polizei auf APA-Anfrage mit. Die näheren Umstände des Lawinenunglücks waren noch nicht bekannt. Die Lawine ging kurz vor 16.00 Uhr in sehr steilem Gelände ab. Die Suche nach möglichen weiteren Verschütteten war auch am Abend noch im Gang.

Lawinen in Tirol am Jahrestag von Galtür

Die Lawinenabgänge ereigneten sich just am 20. Jahrestag des Lawinenunglücks von Galtür. Eine Jahrhundertlawine riss damals 31 Menschen in den Tod und richtete in dem Ort im Tiroler Paznauntal eine regelrechte Verwüstung an. Nur einen Tag später, am 24. Februar 1999, kamen im benachbarten Valzur weitere sieben Menschen durch eine Lawine ums Leben.

(APA)

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 27.05.2019 um 07:26 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/toedliche-lawinen-in-tirol-am-galtuer-jahrestag-66214045

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