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Tödlicher Feuerwerksunfall

Prozess gegen Händler am Dienstag

Wegen eines tödlichen Feuerwerksunfalls in der Silvesternacht im Innviertel muss sich kommenden Dienstag ein 54-Jähriger im Landesgericht Ried wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten. Der Händler soll dem 17-jährigen Opfer unerlaubterweise sieben Kugelbomben der Kategorie F4, die nur an Personen mit entsprechendem Bescheid der Bezirkshauptmannschaft abgegeben werden dürfen, verkauft haben.

Der Teenager, der den Händler kannte, wollte für den Jahreswechsel 2018/2019 laut Staatsanwaltschaft etwas "Stärkeres" zum Schießen. Der Pyrotechniker ließ sich breitschlagen und lieferte ihm die Feuerwerkskörper der höchsten Kategorie, die sich der Bursch zuvor in einem Katalog ausgesucht hatte, zu Silvester nach Hause.

Tödlicher Unfall in Silvesternacht

Nach Mitternacht passierte dann der tragische Unfall durch einen Anwendungsfehler. Offenbar hatte der Bursch die Wucht einer der gezündeten Kugelbomben unterschätzt, die laut Analyse mit 80 Metern pro Sekunde - was 288 km/h entspricht - in die Höhe schoss. Der Teenager befand sich mit dem Oberkörper in der Flugbahn, für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Händler meldet sich selbst bei Polizei

Wenige Tage nach dessen Tod meldete sich der Händler bei der Polizei. Seit Jahren soll er das Geschäft mit den Feuerwerkskörpern betreiben. Daher habe er gewusst, dass er die Kugelbomben der Kategorie F4 nicht an den Jugendlichen hätte abgeben dürfen, begründete die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen grob fahrlässiger Tötung. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

(APA)

(Quelle: APA)

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