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Bedrohung und Nachstellung

Fall Kellermayr: Razzia bei Beschuldigtem in Bayern

Datenträger von 59-Jährigem sichergestellt

Bedrohte Ärztin tot: Trauer in Wien APA/TOBIAS STEINMAURER
Trauernde haben sich vor dem Gesundheitsministerium in Wien versammelt, um der verstorbenen Ärztin zu gedenken.

In bayerischen Landkreis Starnberg fand eine Razzia in der Wohnung eines Tatverdächtigen im Fall der toten Ärztin aus Oberösterreich statt. Es wurden Datenträger sichergestellt.

Im Fall der aus der Impfgegnerszene bedrohten Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die in der Vorwoche Suizid begangen hat, kommen die Ermittlungen nun ganz offensichtlich doch voran: Die Generalstaatsanwaltschaft München meldete am Freitag eine Razzia bei einem 59-jährigen Verdächtigen in Bayern. Und die Staatsanwaltschaft Wels hat ihre eingestellten Ermittlungen wegen geänderter Voraussetzungen doch wieder aufgenommen.

Hausdurchsuchung in Starnberg

Die Hausdurchsuchung sei am frühen Freitagmorgen von der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck am Wohnort des Beschuldigten durchgeführt worden, so die für Extremismus zuständige Generalstaatsanwaltschaft München. Es wurden Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Der Beschuldigte aus dem Landkreis Starnberg habe sich kooperativ gezeigt.

Lisa-Maria Kellermayr APA/HERMANN WAKOLBINGER
Die oberösterreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die zuletzt wegen Morddrohungen ihre Praxis geschlossen hat, ist am Freitag, 29. Juli 2022 tot in ihrer Ordination im Bezirk Vöcklabruck gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Wels bestätigte einen Suizid. Das Bild Zeigt die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, aufgenommen am 26. April 2021. (ARCHIVBILD VOM 26.4.2021) 

Tote Ärztin in OÖ: Staatsanwaltschaft Wels ermittelt wieder

Die Staatsanwaltschaft in Oberösterreich ermittelt nun doch wieder im Fall Lisa-Maria Kellermayr. Und zwar gegen die Verfasser der Morddrohungen in den sozialen Netzwerken. Die Gerichtsbarkeit sei …

Bedrohung und Nachstellung

Gegenstand der Ermittlungen seien im Wesentlichen die Tatvorwürfe der Bedrohung und der Nachstellung, hieß es in einer Aussendung. Es gehe um Äußerungen des Beschuldigten im Internet und in sozialen Medien, in denen er an die Adresse Kellermayrs beispielsweise geschrieben haben soll "(...) wir beobachten Sie, und, wir werden solche Kreaturen vor die in Zukunft einzurichtenden Volkstribunale bringen!". Nähere Details zum Ermittlungsstand wollte die Behörde vorerst nicht preisgeben. Die Staatsanwaltschaft Wels hatte zuvor ihre Ermittlungen gegen konkrete Verdächtige eingestellt und nach Berlin und München abgetreten.

(Quelle: APA)

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