Jetzt Live
Startseite Österreich
Lockdown-Auswirkungen

Tourismus lag in Mai und Juni brach

Minus 22 Prozent bei Nächtigungen in Salzburg

Tourismus, Touristen, Gäste, SB, Salzburg APA/BARBARA GINDL/Symbolbild
Die Zahl der ausländischen Gäste sank in ganz Österreich um 40,9 Prozent, bei den inländischen Gästen gab es hingegen ein Plus von 9,4 Prozent. (ARCHIVBILD)

Die Corona-Pandemie trifft die heimische Tourismuswirtschaft hart. Die Zahl der Übernachtungen in Österreich lag in der ersten Hälfte der Sommersaison (Mai bis Juli) mit 21,52 Mio. Nächtigungen um 44,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte. Ein Hauptgrund waren die corona-bedingten Betriebsschließungen im Tourismus bis Ende Mai und Reisebeschränkungen.

Auch im heurigen Juli gab es mit 15,5 Mio. Gästenächtigungen in Österreich einen Rückgang um 17,4 Prozent gegenüber Juli 2019, geht aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor. Der Nächtigungsrückgang ausländischer Gäste (-28,7 Prozent auf 9,93 Mio.) wurde von österreichischen Gästen (+15,2 Prozent auf 5,57 Mio.) abgefedert. Auch die deutschen Gäste haben Österreichs Tourismusbranche vor einem noch größeren Absturz bewahrt. Die Zahl der deutschen Gästenächtigungen ging im Juli nur um 4,3 Prozent auf 6,73 Mio. zurück.

Der Gesamtrückgang der Nächtigungen im Juli ist laut Statistik Austria hauptsächlich auf das Ausbleiben von Gästen aus anderen Ländern zurückzuführen, darunter aus den Niederlanden (-21,7 Prozent), Belgien (-30,3 Prozent), Tschechien (-28,1 Prozent), Polen (-27,8 Prozent), Ungarn (-43,5 Prozent), Frankreich (-55,7 Prozent) und Italien (-66,4 Prozent). Nächtigungen aus den USA, Schweden und Russland brachen im Juli sogar um mehr als 90 Prozent ein.

Tourismus: Diese Bundesländer profitieren leicht

Innerhalb von Österreich gab es große regionale Unterschiede bei der Nächtigungsentwicklung. Mit -73,3 Prozent gab es im Juli den stärksten Rückgang in Wien, gefolgt von Niederösterreich (-22 Prozent), Oberösterreich (-16,7 Prozent), Salzburg (-21,5 Prozent), Tirol (-14,3 Prozent) und Vorarlberg (-10,8 Prozent). Positiv hingegen entwickelten sich die Juli-Nächtigungszahlen im Burgenland (+4,1 Prozent), Steiermark (+2,0 Prozent) und Kärnten (+0,1 Prozent).

Die Zahl der Ankünfte in den Beherbergungsbetrieben ging im Juli um 26,6 Prozent auf 3,95 Mio. zurück. Die Zahl der ausländischen Gäste sank um 40,9 Prozent, bei den inländischen Gästen gab es hingegen ein Plus von 9,4 Prozent.

(Quelle: APA)

Mega-Einbruch an Touristen in der Stadt Salzburg

SB, Salzburg, Tourismus, Herbst, Touristen APA/BARBARA GINDL

Die Covid-19-Situation bedeutet eine Zäsur für den Salzburger Tourismus. Der Juli brachte im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Nächtigungsminus. Doch die Situation ist nicht überall im Bundesland gleich. In manchen Regionen konnte trotz Coronavirus ein Plus verzeichnet werden.

Im Juli musste aufgrund der vorherrschenden Covid-19-Situation ein Minus von 21,4 Prozent beim vorläufigen Landesergebnis der Übernachtungen verbucht werden. Im Fünf-Jahres-Vergleich kam es zu einem Rückgang von 14,5 Prozent, so das Land Salzburg in einer Aussendung.

Am meisten Übernachtungen im Pinzgau

Den stärksten Anteil an Gesamtübernachtungen konnte im Monat Juli der Pinzgau mit 45 Prozent (das sind 1,3 Millionen Übernachtungen) verbuchen, gefolgt vom Pongau mit knapp 850.000 Übernachtungen (29 Prozent) und Flachgau mit rund 290.000 Übernachtungen (das ist ein Anteil von zehn Prozent). Die Stadt Salzburg verbuchte im Juli knapp mehr als 190.000 Übernachtungen (Anteil von sieben Prozent), der Lungau rund 137.000 Nächtigungen (fünf Prozent) und der Tennengau verbuchte knapp 120.000 Nächtigungen, das ist ein Anteil von vier Prozent an den Gesamtübernachtungen.  PDF: Tourismusstatistik Juli 2020.pdf

 

Städtetourismus bricht ein

Die Zahlen belegen, was das Gefühl schon lange gesagt hat: Den stärksten Einbruch verbucht die Stadt Salzburg. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es hier ein Nächtigungsminus von knapp 50 Prozent (-49,4 Prozent), gefolgt vom Flachgau mit einem Minus von 32,5 Prozent, dem Tennengau mit -23,5 Prozent, Pongau (-20,8 Prozent), Pinzgau (-12,8 Prozent) und Lungau (-6,5 Prozent).

Sommersaison mit Minus von 45,2 Prozent

Betrachtet man die bisherige Sommersaison von Mai bis Juli mit dem Vergleichszeitraum des Vorjahres so zeigt sich ein Rückgang der Nächtigungen von 45,2 Prozent. Auch im Fünf-Jahresvergleich nahmen die Nächtigungen der bisherigen Saison um 40,0 Prozent ab.

„Nichts desto trotz sind die Stimmung und Auslastung im heimischen Tourismus positiv und es ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Manche Regionen können im Juli sogar ein Plus verzeichnen. Vor allem auf die bisher schon starken Herkunftsregionen Österreich und Deutschland sowie auf die großteils familiengeführten Betriebe ist Verlass“, schildert Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).

Aufgerufen am 18.04.2021 um 10:31 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/tourismus-in-oesterreich-massiver-einbruch-in-mai-und-juni-92081914

Kommentare

Mehr zum Thema