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Enorme Einbußen

2021 war Schreckensjahr für Salzburger Tourismus

Branche fordert Unterstützung

Hotel Elefant Hotel Elefant
Hotels und Straßen waren selten so leer wie im letzten Jahr. (SYMBOLBILD)

Im Kalenderjahr 2021 wurden laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria 79,57 Mio. Nächtigungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben registriert. Damit ist die Zahl der Nächtigungen um 19 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 (97,87 Mio.) gesunken und auf das Niveau des Jahres 1970 (79,52 Mio.) zurückgefallen.

"Coronabedingte Betriebsschließungen und internationale Reisebeschränkungen haben dem Tourismus in Österreich auch im Jahr 2021 stark zugesetzt: Mit knapp 80 Mio. lag die Zahl der Nächtigungen 18,7 Prozent unter dem Wert des ersten Pandemiejahres 2020 und um 48 Prozent bzw. 73 Mio. Nächtigungen unter dem Vorkrisenjahr 2019", sagt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas, in einer Aussendung.

Tourismus verzeichnet durch Corona enorme Einbußen

Der Gesamtrückgang ist im überwiegenden Ausmaß auf die Monate der Betriebsschließungen (Jänner bis Mai, sowie November 2021) zurückzuführen, wobei in diesen Zeiträumen um 85,6 Prozent weniger genächtigt wurde. Im verbleibenden Zeitraum – ohne Betriebsschließungen (Juni bis Oktober sowie Dezember) – betrug der Rückgang 16,8 Prozent.

Ein Viertel weniger Gäste aus dem Ausland

Insgesamt verzeichnete die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste ein Minus von 24,6 Prozent auf 49,97 Mio. Die Übernachtungen von Gästen aus Deutschland, dem wichtigsten Herkunftsmarkt, gingen 2021 um 16,6 Prozent auf 32,10 Mio. zurück. Gäste aus den Niederlanden nächtigten um 41,4 Prozent, jene aus der Schweiz bzw. Liechtenstein um 36,6 Prozent weniger in Österreich.

Die Nächtigungen inländischer Gäste verzeichneten ein Minus von 6,3% auf 29,60 Mio. und liegen damit um 1,99 Mio. unter dem Wert des Jahres 2020.

Hotellerie fordert Unterstützung

„Dass die Nächtigungen 2021 selbst im Vergleich zum Schreckensjahr 2020 weiter gesunken sind, zeigt klar, dass wir mehr denn je, zielgerichtet Unterstützung benötigen“, kommentiert Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen zum Kalenderjahr Jänner bis Dezember 2021. Demnach ist die Zahl der Nächtigungen im letzten Jahr mit 79,57 Mio. Nächtigungen im Vergleich zu 2020 (97,87 Mio. Nächtigungen) um knapp 19 Prozent auf das Niveau des Jahres 1970 gefallen. Vergleichsweise gab es im Vor-Corona-Rekordjahr 2019 über 152 Mio. Nächtigungen.

Salzburg von Einbruch schwer gebeutelt

Die tourismuslastigen Bundesländer im Westen und im Süden Österreichs erlitten 2021 den deutlichsten Einbruch. In Tirol sackten die gebuchten Nächte um 29 Prozent auf 23,6 Millionen ab, in Salzburg um 31 Prozent auf 14 Millionen und in Vorarlberg um 28 Prozent auf 4,6 Millionen. In Kärnten betrug das Minus 8 Prozent auf 10,2 Millionen Nächtigungen und in der Steiermark 11 Prozent auf 9 Millionen.

Gegenüber dem ersten Coronajahr 2020 erholt haben sich hingegen das Burgenland mit einem Zuwachs bei den touristischen Übernachtungen von 10 Prozent auf 2,5 Millionen, Wien mit einem - freilich von einem niedrigem Niveau aus - Plus von 9 Prozent auf 5 Millionen sowie Niederösterreich, das gleichauf mit der Bundeshauptstadt lag, und Oberösterreich mit einem Anstieg von 5 Prozent auf 5,7 Millionen.

Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor der Pandemie, hatte Wien immer noch um 72 Prozent weniger Nächtigungen. Auch in Salzburg (minus 53,4 Prozent), Tirol (minus 52,7 Prozent) und Vorarlberg (minus 50,2 Prozent) bewegten sich die Nächtigungseinbußen über dem gesamtösterreichischen Durchschnitt von minus 47,9 Prozent. Die geringsten Verluste wurden im Burgenland (minus 20,3 Prozent) und in Kärnten (minus 23,5 Prozent) registriert.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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