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Großes Zittern

Tourismus rechnet mit deutscher Reisewarnung

Andere Herkunftsländer könnten folgen

20210331_PD11361.HR (1).jpg APA/BARBARA GINDL
Vor dem Start in die Wintersaison fürchtet die Tourismus-Branche eine deutsche Reisewarnung. (SYMBOLBILD)

Nach der vorigen wegen der Corona-Pandemie praktisch gänzlich ausgefallenen Wintersaison zittert die heimische Branche vor neuen Reisewarnungen wichtiger Herkunftsländer für Österreich wegen der hohen Corona-Zahlen. Deutschland könnte Österreich trotz nun gültiger 2-G-Regel als Risikogebiet einstufen.

"Alles andere wäre eine Überraschung", sagte ein Branchenkenner der APA. Der große Nachbar ist der wichtigste Herkunftsmarkt. Andere wichtige Herkunftsländer könnten folgen.

20200804_PD2759.HR.jpg APA/Barbara Gindl/Archiv
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Reisewarnung: Entscheidung schon heute?

Ungeimpfte deutsche Reiserückkehrer müssen zehn Tage in Quarantäne, wenn sie aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren, nach fünf Tagen ist ein sogenanntes Freitesten möglich. Nicht in Quarantäne müssen nur geimpfte und genesene Personen (2-G). Eine Entscheidung des deutschen Robert-Koch-Instituts wird für den heutigen Donnerstag oder den morgigen Freitag erwartet.

 

Weitere Länder könnten nachziehen

"Wir haben schon im Vorfeld gehört, dass sie bisher nur verschoben wurde", zitierte der ORF-Salzburg online den Vizechef der dortigen Hoteliervereinigung, Walter Veit, zur bevorstehenden deutschen Entscheidung. "Das hat natürlich jetzt unmittelbare Auswirkungen auf den Start der Wintersaison." Bei einer Reisewarnung würden viele Urlauber mit Kindern unter zwölf Jahren oder ungeimpften Kindern den Winterurlaub in Österreich absagen. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Regierungen der skandinavischen Länder und der Benelux-Staaten aber auch Großbritanniens nachziehen.

Krise für Tourismus-Branche nicht zu bewältigen

Ohne staatliche Hilfe - de facto von allen Steuerzahlern - sei diese Krise für die Tourismus-Branche nicht mehr zu bewältigen, so Veit laut ORF Salzburg: "Wir brauchen mindestens bis Saisonende die ermäßigte Mehrwertsteuer. Und wir brauchen zusätzliche Hilfen, damit wir die Mitarbeiter halten können und sie nicht komplett für die Branche verlieren." Verantwortlich sei letztlich die Politik, die die notwendigen Maßnahmen wieder verschlafen habe. Sie müsse nun auch für Unterstützung der Branche sorgen, so Veit.

"Es wird eine Wintersaison geben"

Christian Gantner, der Vorarlberger Landesrat für Tourismus, ist dennoch zuversichtlich. "Es wird eine Wintersaison geben, denn selbst wenn uns die Deutschen als Risikogebiet einstufen, gilt eine Quarantäneregelung nur für Ungeimpfte", zitiert ihn die "Kronen Zeitung" (Donnerstag). Zwischen 85 und 90 Prozent der deutschen Gäste seien geimpft, nur 22 Prozent würden mit Kindern zwischen 12 und 16 Jahren anreisen - und auch hier liege die Impfquote bei 40 Prozent. Der freiheitliche Tourismussprecher in Niederösterreich, Reinhard Teufel, kritisierte in einer Aussendung, dass durch eine Nicht-Anerkennung der Sputnik-Coronaimpfung osteuropäische Touristen ausgesperrt würden.

(Quelle: APA)

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