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"Um Spaß gehandelt"

Teenie droht in Chat mit Amoklauf: U-Haft-Antrag

Islamistischer Hintergrund werde geprüft

Handy, Smartphone, SB Pixabay/CC0
Weil er in einem Chat mit Kanzler Kurz (ÖVP) mit einem Amoklauf gedroht haben soll, wird jetzt Untersuchungshaft gegen einen Jugendlichen beantragt. (SYMBOLBILD)

Während eines öffentlichen Live-Chats von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der am vergangenen Mittwoch über Instagram abgewickelt wurde, hat ein 15-Jähriger mit einem Anschlag im Wiener Stephansdom gedroht. Nun wird die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt, erklärt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Wie die Wiener Landespolizeidirektion am Samstag berichtet, postete der Jugendliche, es werde am 10. April um 13.00 Uhr einen Amoklauf im Stephansdom geben. Er wurde am Freitagabend festgenommen.

Jugendlicher nach Amoklauf-Drohung festgenommen

Die Festnahme durch Cobra-Beamte erfolgte nach Ermittlungen des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) und des Wiener LVT, wobei es nicht besonders schwierig gewesen sein dürfte, auf die Spur des Burschen zu kommen, da dessen Drohung auf Screenshots festgehalten wurde. 

Islamistischer Hintergrund wird geprüft

Der 15-Jährige war bisher nicht polizeibekannt. Ein möglicher islamistischer Hintergrund werde geprüft, meinte Polizeisprecher Marco Jammer gegenüber der APA.

15-Jähriger gesteht Posting in Kurz-Chat

Nachdem die Handschellen geklickt hatten, gab der 15-Jährige zu, das Posting verfasst zu haben. "Er hat gesagt, dass er zu keinem Zeitpunkt die Absicht hatte, die Drohung umzusetzen", sagte Jammer. Es habe sich "um einen Spaß" gehandelt, so die Verantwortung des 15-Jährigen. Ihm wären die Konsequenzen seines Tuns nicht bewusst gewesen.

U-Haft beantragt

Der Verdächtige befindet sich in Haft und wurde bereits in eine Justizanstalt gebracht. Das Landeskriminalamt Wien hat die weiteren Ermittlungen übernommen, wobei laut Polizei vorerst von einer gefährlichen Drohung (Paragraf 107 StGB) ausgegangen wird. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Nina Bussek, auf APA-Anfrage erklärte, wird die Anklagebehörde beim Landesgericht die Verhängung der U-Haft beantragen.

(Quelle: APA)

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