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Bewusstsein

So verschieben sich unsere Prioritäten mit Corona

Umfrage zeigt Auswirkungen der Krise auf Lebensalltag

Maske, Mundschutz, MNS, Coronavirus, SB APA/BARBARA GINDL
Sehr ambivalent sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage. (SYMBOLBILD)

Die Corona-Krise als Chance und Grund zum Pessimismus, so ambivalent haben die Österreicher in einer IMAS-Umfrage die derzeitige Situation bewertet. Wie genau sich unser Alltag verändert hat, was uns nun besonders wichtig ist und was an Bedeutung verloren hat, lest ihr nun.

Die Corona-Pandemie mache laut den Linzer Meinungsforschern vor allem eines deutlich: Die Prioritäten haben sich verschoben, das Bewusstsein der Österreicher zeige jedenfalls deutliche Veränderungen, hieß es in der am Freitag veröffentlichten repräsentativen Erhebung. So gaben 73 Prozent der Befragten an, dass sich die Corona-Krise "sehr stark" bzw. "einigermaßen" auf das künftige Alltagsleben auswirken werde. 22 Prozent gingen davon aus, dass mehr oder minder alles beim Alten bleibt, fünf Prozent machten keine Angaben.

 

Corona macht Reisen weniger bedeutend

Gefragt nach jenen lebensbestimmenden Aspekten, die an Bedeutung stark gewinnen werden, nannten 49 Prozent die Angst um den Arbeitsplatz. Mit einer deutlichen Veränderung der Arbeitswelt im Hinblick auf Kurzarbeit, Home Office und Videokonferenzen rechnen 44 Prozent, ebenso werde die Sensibilität gegenüber Grippekranken oder Hustenden enorm zunehmen (39 Prozent) genauso wie das Hygienebewusstsein (38 Prozent). Die Bedeutung von Reisen oder der Besuch von Großveranstaltungen werde dagegen laut 39 Prozent der Befragten "stark abnehmen", ebenso wie die Nutzung der Öffis, meinten zumindest auch 17 Prozent.

Insgesamt rechnen 54 Prozent der Befragten damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Lebenslage in Österreich in den kommenden Monaten "eher verschlechtern" werden. Nur 15 Prozent zeigten mit dem Daumen nach oben, 26 Prozent nahmen an, die Situation bleibe unverändert und vier Prozent machten keine Angaben. Noch vor Ausbruch von Corona im Dezember 2019 sagte nur ein Viertel der Österreicher, dass schlechtere Zeiten kommen werden.

Das Leben ist durch Corona „besser“

Gleichzeitig verknüpfen die Österreicher mit der Corona-Krise aber auch positive Erwartungen. 50 Prozent glauben an ein "besseres" Leben, da waren sich die interviewten Männer wie Frauen weitgehend einig, genauso wie Alt und Jung, oder Städter und Leute auf dem Land. 33 Prozent sahen kein Veränderungspotenzial und 17 machten keine Angaben.

Details zur IMAS-Umfrage

Mit Blick zurück stellte sich in der Umfrage heraus, dass den Österreichern während des Lockdowns der Verzicht auf soziale Kontakte am meisten zu schaffen machte. Dies nannten 34 Prozent der Befragten. Auch das Tragen von Mund-Nasen-Schutz bereiteten 15 Prozent Probleme. Die anhaltende Krise hat offensichtlich inzwischen dazu geführt, dass 47 Prozent der Interviewten den Eindruck gewonnen haben, dass die meisten Menschen im Land nicht mehr mit ihrem Leben zufrieden sind, 30 Prozent glaubten dies allerdings noch sehr wohl. IMAS hat zwischen 20. Mai und 16. Juni 1.005 Österreicher ab 16 Jahre zur Corona-Krise befragt.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 12.04.2021 um 07:53 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/umfrage-zeigt-prioritaeten-verschieben-sich-mit-corona-krise-90288232

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