Jetzt Live
Startseite Österreich
14. Februar

Darum feiern wir den Valentinstag

Viele Theorien zum Tag der Liebe

Am Freitag ist Valentinstag. Was hinter diesem Tag steckt, wie er nach Österreich kam, was der Hl. Valentin wirklich damit zu tun hat und warum man mit Blumen geheime Botschaften vermitteln konnte, erfahrt ihr bei uns.

Der mittelalterliche Glaube, dass die Vögel am 14. Februar, dem Valentinstag, mit der Paarung beginnen, ist die wahrscheinlichste Erklärung für die Verbindung des Namens Valentin mit den Liebenden. Eine andere Theorie beruft sich auf das normannische Wort Galantin, mit dem ein Frauenliebhaber bezeichnet wurde. Der "Galantin's-Tag" könnte sich mit einem V in den Valentinstag verwandelt haben.

Heiliger Valentin und die Liebe

Im Dunkel der Jahrtausende ist die Herkunft der Valentinstagsbräuche verloren gegangen, obwohl es an Erklärungsversuchen keinesfalls mangelt. Sicher scheint nur, dass der Patron der Liebenden mit dem ganzen Rummel gar nichts zu tun haben dürfte. Denn die für Heilige zuständige Vatikanische Kongregation listet nicht weniger als 17 Heilige Valentins auf – darunter auch einen aus Österreich.

 

"Lupercalia" als Ursprung?

Andere meinen den Ursprung des Valentinstages im christianisierten römischen Fest der "Lupercalia" entdeckt zu haben. Damals wurden die Namen junger Mädchen auf Zettel geschrieben und unter den Burschen ausgelost, wodurch diese auf einfache Art und Weise für das nächste Jahr – oder zumindest das Fest – zu einer Begleitung kamen.

Das Christentum übernahm diesen Brauch: In Frankreich, Belgien und England wurden seit Ende des 14. Jahrhunderts junge Paare durch das Los als Valentin und Valentine füreinander bestimmt und nach einem Geschenkaustausch für ein Jahr in einem verlobungsähnlichen Verhältnis verbunden.

Einzig wahre Liebe am Valentinstag treffen

In England hielt sich zur selben Zeit auch der Glaube, dass für sie oder ihn die erste Person des anderen Geschlechts, die man in der Früh des 14. Februar zu Gesicht bekommt, die einzige und wahre Liebe ist. Erst im 17. Jahrhundert entwickelte sich im angelsächsischen Raum der Brauch, an seinen Schatz selbst gebastelte Valentinskarten zu versenden. Bereits um das Jahr 1800 wurden die ersten kommerziellen Grußkarten hergestellt.

Reise nach Österreich

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war Österreich am 14. Februar eine romantische Wüste. Laut der "Floristenlegende" verdanken wir nämlich erst einem britischen Besatzungssoldaten den Valentinstag.

Als der Offizier an diesem Tag in einer Grazer Blumenhandlung auf ein Herzchen zu seinem Glückwunschsträußchen bestand – ohne wäre es für seinen Schatz kein richtiger Valentinstag –, malte die Floristin mit ihrem Lippenstift das Gewünschte auf einen Karton und schnitt es aus. Das kommerzielle Potenzial dieses angelsächsischen Brauches wurde hierzulande schnell erkannt und gewinnbringend umgesetzt.

Nun beschert er der Branche Rekordumsätze. Allein in Österreich werden jedes Jahr rund 20 Millionen Schnittblumen und zwölf Millionen Topfpflanzen gekauft. 90 Prozent davon kommen aus Europa. An vorderster Stelle in der Beliebtheitsskala steht nach wie vor die rote Rose.

Blumen statt Emoticons

In Zeiten des Smartphones mit seinen SMS und Whatsapp-Nachrichten scheint die Blumensprache veraltet, dabei war sie bis vor kurzem noch so etwas wie Emoticons. "Durch die Blume" ließen sich zwischen Liebenden Wünsche, Bitten und Hoffnungen ausdrücken, vor allem wenn ein direktes Gespräch nicht möglich war.

Während wohl jeder die witzigen Symbole richtig zu deuten weiß, entstand bei den Blumen mit der Zeit eine richtige Geheimsprache, bei der nicht nur den Farben und Sorten, sondern jedem einzelnen Detail an einem Blumenstrauß eine eigene Bedeutung beigemessen wurde. Das System war regional verschieden und kompliziert wie eine Fremdsprache, so dass eigene Wörterbücher über die Sprache der Blumen verfasst wurden.

Geheimsprache der Blumen

Möchte man seiner Angebeteten am Valentinstag ein Zeichen der Liebe überreichen, liegt man mit roten Rosen und Nelken sowie Feuerlilien auf jeden Fall richtig. Gelbe Rosen werden hingegen keine Freudenstürme ausbrechen lassen – stehen diese doch für abnehmende Liebe und Zweifel. Weniger punkten wird man auch mit Dahlien, denn diese sagen "Ich bin schon vergeben". Auch die Narzisse, die für Eitelkeit steht, ist eine eher unpassende Gabe, möchte man seine Zuneigung ausdrücken.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 19.02.2020 um 04:15 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/valentinstag-hier-hat-der-tag-der-liebe-seinen-ursprung-55135174

Kommentare

Mehr zum Thema