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Tragödie In NÖ

Mit Tochter vor Zug gestürzt: Vater war verurteilt

38-Jähriger droht Tat bereits im November an

gleise südbahn APA/THOMAS LENGER
Der Vater begab sich mit seiner sechsjährigen Tochter auf die Gleise der Südbahn. Dabei wurden beide getötet.

Nachdem ein 38-Jähriger und seine sechsjährige Tochter in Sollenau (Bezirk Wiener Neustadt-Land) von einem Zug erfasst und getötet worden sind, haben Ermittlungen nun gezeigt, dass der Mann bereits vergangenen November mit dem Tod der Tochter gedroht haben soll.

Dafür wurde der 38-Jährige auch gerichtlich verurteilt, wie heute bekannt wurde.

38-Jähriger drohte mit Tod der Tochter

Für den Niederösterreicher setzte es am 15. November 2021 am Landesgericht Wiener Neustadt wegen schwerer Nötigung und gefährlicher Drohung zwölf Monate bedingte Haft sowie eine unbedingte Geldstrafe von 720 Euro. Einen entsprechenden Onlinebericht des "Kurier" bestätigte Gerichtssprecherin Birgit Borns auf APA-Anfrage. Der zentrale Anklagevorwurf war laut dem damaligen Verhandlungsspiegel des Landesgerichts "Nötigung der Ex-Lebensgefährtin zur Fortsetzung der Lebensgemeinschaft" durch Drohung mit u.a. "dem Tod der Tochter".

Mit der Verurteilung vom vergangenen November verbunden war eine gerichtliche Weisung auf Bewährungshilfe und verpflichtende Psychotherapie. Ein Bewährungshelfer sei bereits bestellt worden, sagte Borns.

Vater und Tochter von Zug in NÖ erfasst: Tot APA/THOMAS LENGER
Von einem Zug erfasst wurden zwei Menschen in NÖ. Es besteht der Verdacht auf Mord und Selbstmord.

Vater und Tochter von Zug in NÖ erfasst: Tot

Schreckliche Meldung aus Niederösterreich: Ein 38-Jähriger und dessen sechsjährige Tochter sind vergangene Nacht in Sollenau (Bezirk Wiener Neustadt-Land) von einem Zug erfasst und getötet worden. …

Tragödie auf Gleisen der Südbahn in NÖ

In der Nacht auf Mittwoch soll sich der 38-Jährige mit seiner Tochter vor einem herannahenden Railjet, der Richtung Wien unterwegs war, auf die Gleise der Südbahn begeben haben. Der Mann und das Kind wurden tödlich verletzt (S24 hat berichtet). Weil zunächst eine dritte beteiligte Person vermutet wurde, waren Suchtrupps und ein Hubschrauber im Einsatz. Es wurde jedoch niemand gefunden.

Die Eltern der Sechsjährigen sollen Medienberichten zufolge getrennt gewesen sein, das Sorgerecht wurde demnach geteilt. Ob Kontakt mit dem Jugendamt bestand, gab die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen auf Anfrage aus Rücksicht auf die laufenden Erhebungen und die Situation der Familie nicht bekannt.

(Quelle: APA)

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