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VCÖ fordert per Petition Ausbau des öffentlichen Verkehrs

Der VCÖ fodert den Ausbau der Öffis und hat deswegen eine Petition gestartet. Salzburg24
Der VCÖ fodert den Ausbau der Öffis und hat deswegen eine Petition gestartet.

Setzt sich die Steigerung der Passagierzahlen im öffentlichen Verkehr fort, benötigen die Öffis möglichst rasch umfassende Qualitätsverbesserungen, berichtet der VCÖ am Montag. Als Reaktion will der VCÖ mit einer Unterschrifteninitiative den Ausbau der Öffis forcieren.

"Die Österreicher fahren im europäischen Vergleich bereits sehr viel mit den öffentlichen Verkehrsmittel", heißt es in einer neuen Publikation des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), die im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag in Wien präsentiert wurde. Rund 26 Prozent der Österreicher über 15 Jahren würden demnach häufig die Öffis nutzen, weitere 32 Prozent zumindest einige Male pro Jahr. Damit liegt Österreich laut VCÖ in Europa hinter der Schweiz und Tschechien auf Platz drei. Innerhalb von Österreich sind die Qualitätsunterschiede laut Studie aber groß.

Aushängeschild Westbahnstrecke

Das Aushängeschild des öffentlichen Verkehrs sei laut dem VCÖ-Verkehrspolitikexperten dabei die Westbahnstrecke zwischen Wien und Salzburg, wo die Bahn von der Reisezeit sogar den Pkw überholt. In den Ballungsräumen würden die Wiener Öffis positiv hervorstechen. Eine triste Situation sei allerdings in den ländlichen Regionen zu beobachten, wo oftmals große Lücken im Netz vorhanden sind. Auch bei inneralpinen Verbindungen, wie der Zugstrecke Graz-Salzburg, bestehe laut Gansterer erhebliches Verbesserungspotenzial, ebenso wie bei einigen Linien mit Engpässen zu Stoßzeiten.

VCÖ: Qualität der Öffis steigern

Als Reaktion auf diese Ergebnisse forderte Markus Gansterer vom VCÖ eine Steigerung der Qualität der Öffis in Österreich. Eine Vereinheitlichung des Ticketsystems soll unterschiedliche Tarifsysteme verbinden und auch Zugang zu anschließenden Verbindungen wie Carsharing oder Leihrädern ermöglichen. "Generell: Vom Neusiedlersee zum Bodensee mit einem Ticket" so Gansterer. "Besonders wichtig ist ein bundesweiter, verbindlicher Taktfahrplan". Dieser führe gemeinsam mit einem "Masterplan" zum starken Ausbau des Netzes und zu spürbar mehr Qualität. Finanzieren will der VCÖ diese Investitionen durch zweckgewidmete Steuereinnahmen aus der Mineralölsteuer und der Maut nach dem Vorbild Schweiz.

VCÖ startet Petition

Um diese Forderungen umzusetzen gab der VCÖ den Start einer Unterschrifteninitiative für "mehr Öffis mit hoher Qualität" bekannt, welche neben einem dichteren Netz auch eine Vereinfachung des Ticketsystems sowie bessere Informationen in Echtzeit und barrierefreie Waggons und Züge umfasst.

Die Wiener Linien verwiesen in einer ersten Reaktion auf die Publikation des VCÖ hinsichtlich der Rolle der U-Bahn als wichtigstes Nahverkehrsmittel sowie auf die laufenden Investitionen in den Fuhrpark und den Ausbau der U1 nach Oberlaa. Der Städtebund sieht die Forderungen des VCÖ nach einem verstärkten Ausbau von umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr als "einzig logischen Schritt" an um die Stadtbevölkerung zu entlasten. (APA)

(Quelle: S24)

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