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Aggressives Verhalten

Zunahme bei Konflikten im Straßenverkehr

Auffahren, riskante Manöver und Rücksichtslosigkeit

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Am ärgerlichsten wird im Straßenverkehr dichtes Auffahren empfunden. (SYMBOLBILD)

Aggressives Verhalten, Unaufmerksamkeit und höhere Geschwindigkeit: Konflikte im Straßenverkehr haben seit dem Jahr 2019 zugenommen, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

Covid-19-Pandemie hat das gesellschaftliche Leben plötzlich und grundlegend verändert und auch das Mobilitätsverhalten nachhaltig beeinflusst. Die damit verbundene anfängliche Reduktion des Verkehrsaufkommens hat jedoch nicht zu einer grundlegenden Verbesserung des Sicherheitsempfinden der Verkehrsteilnehmer geführt – so die Ergebnisse einer aktuellen Studie des KFV.

Dichtes Auffahren ärgert die meisten

So ist rund ein Drittel (35 Prozent) aller befragten Verkehrsteilnehmer der Ansicht, die Spannungen im Straßenverkehr haben seit dem Jahr 2019 zugenommen. Die größten Veränderungen wurden in Form von Unaufmerksamkeit, einem angespannteren Umgang der Verkehrsteilnehmer miteinander, höheren Geschwindigkeiten und mehr Rücksichtslosigkeit wahrgenommen. Am ärgerlichsten wird dabei dichtes Auffahren empfunden (56 Prozent ärgern sich sehr) – besonders Frauen können diesem Verhalten nichts abgewinnen (Frauen: 61 Prozent, Männer: 51 Prozent). Doch auch mangelnde Konzentration (56 Prozent) und mangelnde Rücksichtnahme (55 Prozent) sowie eine riskante Fahrweise (54 Prozent) zählen zu häufigen Gründen für Unmut im Straßenverkehr. 

 

Biker fühlen sich gefährdet

Während sich 97 Prozent aller Pkw-Lenker und 93 Prozent aller im Pkw Mitfahrenden subjektiv sicher im Straßenverkehr fühlen, fühlen sich die Radfahrer im Straßenverkehr stärker gefährdet (25 Prozent fühlen sich sehr oder eher unsicher). Am stärksten ist das Gefühl der Unsicherheit unter den motorisierten Zweiradfahrern ausgeprägt (Motorradfahrer: 38 Prozent, Mopedfahrer: 27 Prozent). Insgesamt geben 19 Prozent aller Befragten an, sich aktuell im Straßenverkehr eher oder sehr unsicher zu fühlen.

Mehr gegenseitige Rücksichtnahme gefordert

Unabhängig von der Art der Fortbewegung dominiert der Wunsch nach mehr Rücksichtnahme untereinander. Motorradfahrer wünschen sich darüber hinaus weniger Raserei, Autofahrer mehr Gelassenheit, Fahrradfahrer mehr Exklusivität der Radwege für sich und Fußgänger mehr Achtsamkeit.

 

„So unterschiedlich die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer manchmal auch sein mögen, im Grunde haben sie alle das gleiche Ziel:  sich unfallfrei von A nach B zu bewegen“, so Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV, in einer Aussendung. Auch wenn die aktuelle Situation vermehrt für emotionalen Stress sorgt und die damit verbundenen Emotionen nicht einfach abgelegt werden können, sobald man die Straße betritt: „Als Verkehrsteilnehmer sollte man sich bewusst sein, dass aggressives Verhalten gefährliche Situationen provoziert und die Unfallgefahr erhöht“, so Robatsch.  

Tipps für weniger Konflikte im Verkehr

  • Zeit nehmen für die Sicherheit: Wer in den persönlichen Fahrplan einen Zeitpuffer einbaut, ist entspannter unterwegs: Lieber zehn Minuten früher losfahren als fünf Minuten zu spät.
  • Stoßzeiten meiden: Fahren Sie nach Möglichkeit antizyklisch und lassen Sie typische Rushhours und erwartbare Spitzenfrequenzzeiten aus.
  • Durchatmen statt hupen: Atmen Sie in Stresssituationen erst mal tief durch. Bleiben Sie so ruhig und souverän wie möglich. Handeln Sie überlegt, vernunftbetont und lösungsorientiert. 
  • Bewegung bringt Entspannung: Lassen Sie in Ihrer Freizeit frische Luft und gesunde Bewegung den Ton angeben! Powern Sie sich beim Sport statt am Steuer aus: Laufen, Radfahren, Yoga & Co. sorgen für nachhaltige Entspannung, die Sie in stressigen Momenten leichter cool bleiben lässt.
  • Toleranz statt Ignoranz: Toleranz ist in allen Lebensbereichen gefragt. Ob per pedes oder auf umweltfreundlichen Rädern und Rollen: Wir alle sind auch immer wieder mal ohne Motor unter der Haube unterwegs. Nicht das Recht der Stärkeren darf zählen, sondern das Schutzbedürfnis der Schwächeren.
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 18.06.2021 um 03:45 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/verkehr-zunahme-bei-konflikten-104336338

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