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Verletzte bei Kollision von Schulbus mit Lkw in OÖ

Auf Dach gelandet Salzburg24
Auf Dach gelandet

Die Kollision eines Schulbusses mit einem Lkw hat am Freitag in Schwand im Innkreis (Bezirk Braunau) 20 Verletzte gefordert. Zehn Kinder wurden schwer verletzt. Vier Hubschrauber, zahlreiche Rettungskräfte, Feuerwehren und die Polizei waren im Einsatz. Unfallursache dürfte eine Vorrangverletzung gewesen sein.

Um 13.05 Uhr kam es laut Polizei bei der so genannten Bäckerkreuzung zu dem Zusammenstoß. Der Schülertransporter wurde aufs Dach geschleudert und blieb liegen. Die beiden Lenker und acht Schüler wurden bei dem Unfall leicht verletzt, zehn Kinder schwer.

Die vier Rettungshubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg, Christophorus 10 aus Linz, Christophorus Europa 3 aus Suben und Christoph 14 aus Traunstein in Bayern flogen die Opfer in die umliegenden Spitäler. Wohin die Schwerverletzten genau kamen, stand vorerst nicht fest. Zahlreiche leichter Verletzte wurden mit Rettungsfahrzeugen in Krankenhäuser gebracht.

Die Unfallursache war am Freitagnachmittag noch nicht gänzlich geklärt. Laut Polizei dürfte es sich um eine Vorrangverletzung gehandelt haben.

Verkehrsministerin Bures plant für Lenker von Schüler-Kleintransportern eine Gesetzesverschärfung: Künftig soll ein Alkohol-Limit von 0,1 Promille gelten, berichtet der "Kurier" in seiner Samstag-Ausgabe. "Jeder Unfall im Straßenverkehr ist ein traumatisches Erlebnis für alle Beteiligten", zitiert das Blatt Bures.

Die Ministerin pocht auf den Fall der 0,5-Promille-Grenze bei Lenkern von Kleinbussen. Künftig sollen für diese 0,1 Promille verbindlich werden - und damit die selben Richtlinien gelten wie bei "echten" Busfahrern und Berufskraftfahrern. Alkohol habe am Steuer "nichts zu suchen, insbesondere, wenn man Kinder und Jugendliche sicher an ihr Ziel bringen soll", so Bures gegenüber dem "Kurier".

Schüler-Kleinbuslenker brauchen derzeit nur den B-Führerschein. Auch das soll sich nach der Vorstellung der Verkehrsministerin ändern. Sie will zusätzlich eine verpflichtende Ausbildung einführen, in der die speziellen Gefahrensituationen beim Schülertransport verdeutlicht und das Risikobewusstsein bei den Lenkern geschärft wird. Ohne erfolgreiche Aus- und Weiterbildung soll es keine Lenkerberechtigung für Schülertransporte mehr geben.

Laut "Kurier" ereignen sich jährlich 30 Unfälle im Schülertransport auf Österreichs Straßen - ein Drittel davon mit Pkw oder Kleinbussen. Und das nicht selten aus dem Grund, weil die Fahrer betrunken sind - so etwa bei einem Unfall im Juni 2012 bei Pusterwald-Hinterwinkl in der Steiermark, bei dem drei Kinder verletzt wurden. Die 47-jährige Lenkerin hatte zuvor eine Flasche Prosecco getrunken und 1,84 Promille im Blut.

(Quelle: S24)

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