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Kampf dem Plastik

Neue Lösungen für Müll-Problem

50 Prozent soll bis 2025 recycelbar sein

symb_plastikmüll PIXABAY
Plastikmüll soll weniger werden. (SYMBOLBILD)

Mit der Begutachtung der Verpackungsverordnung wurde heute ein großer Schritt zur Müllbekämpfung in Österreich getan. Bis 2025 soll die Hälfte der Verpackungen recycelt werden.

Das Umweltschutzministerium hat heute, Donnerstag, die Novelle zur Verpackungsverordnung in Begutachtung geschickt. Die Novelle regelt die Umsetzung der EU-Single-Use-Plastics- und der Verpackungsrichtlinie und ist "damit ein wichtiger Schritt zur Reduktion des Plastikmülls in Österreich", wie es in einer Aussendung des Ressorts hieß. Bis 2025 sollen demnach 50 Prozent der Verpackungen recycelt werden.

Verpackungsverordnung für einheitliche Regeln

"Mit der neuen Verpackungsverordnung legen wir fest, dass künftig bei der Sammlung von Plastik in ganz Österreich einheitliche Regeln gelten. Das bringt gleiche Standards und vereinfacht die Verwertung des Mülls in Österreich. So können wir in Zukunft mehr recyceln und schützen damit unsere Umwelt und unser Klima", betonte Umweltministerin Leonore Gewessler Grüne).

Recyclingquote erhöhen

Mit der Verpackungsverordnung würden auch die strengen Recyclingquoten der EU in Österreich umgesetzt werden. "Wir produzieren jedes Jahr unfassbare Mengen an Plastikmüll", so Gewessler. "Das wird sich in Zukunft ändern – bis 2025 werden wir 50 Prozent unserer Plastikabfälle recyceln. Und 2030 muss jede Plastikverpackung in Österreich wiederverwendbar oder recyclingfähig sein."

50 Prozent des Mülls muss recycelt werden

Konkret schreibt die Novelle der Verpackungsverordnung die europaweit geltenden Recyclingquoten für Österreich fest. 2025 müssen 50 Prozent der Verpackungen recycelt werden, 2030 dann 55 Prozent. Aktuell liegt die Recyclingquote bei 25 Prozent. Für Plastikgetränkeflaschen gelten zudem strengere Sammelquoten: 77 Prozent bis 2025, 90 Prozent bis 2029. Der Recyclinganteil in Plastikgetränkeflaschen muss bis 2025 auf 25 Prozent und bis 2030 auf 30 Prozent steigen und Hersteller müssen künftig neben den Kosten für die Sammlung und Verwertung auch Beiträge für die Reinigung im öffentlichen Raum entrichten.

Die Verordnung wird in den kommenden sechs Wochen begutachtet und soll anschließend durch das Klimaschutzministerium erlassen werden. Mit dieser Novelle der Verpackungsverordnung kommt Österreich auch der Aufforderung der Kommission zur Umsetzung der Richtlinie nach.

(Quelle: APA)

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