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6.500 Neuinfektionen

Dramatischer Anstieg bei Corona-Zahlen in Ungarn

Weiterer Lockdown verhängt

20210225_PD5471.HR.jpg AFP/ATTILA KISBENEDEK/Archiv
Die UNgarn wurden aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Ungarn hat am Dienstag einen weiteren dramatischen Anstieg bei Corona-Neuinfizierten und Opfern verzeichnet. Im Nachbarland mit rund zehn Millionen Einwohnern wurden in den vergangenen 24 Stunden 6.494 Neuinfektionen registriert. 158 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Vom gestrigen Montag bis 22. März wurde in Ungarn ein verschärfter Lockdown verhängt. Insgesamt wurden nunmehr 16.146 Todesopfer verzeichnet, berichtete die Ungarische Nachrichtenagentur MTI. In den Spitälern befanden sich 8.270 Corona-Patienten, 833 müssen künstlich beatmet werden, sind als Intensivpatienten.

Spitäler an Grenze der Belastbarkeit

Die dritte Welle an Corona-Infektionen bringe die Spitäler an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, betonte Janos Slavik, Infektiologe im Budapester Zentrum-Krankenhaus Del-Pest. Alle für Covid-Patienten vorbehaltenen Betten seien ausgeschöpft, schwer belastet sei bereits auch die Intensivstation. Landesweit würden immer mehr Menschen in Spitäler eingeliefert, bei steigender Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung. Eine neue Erscheinung sei, dass Corona ganze Familien infiziert und immer mehr Jugendliche in die Spitäler gebracht würden.

Ungarn: Aufforderung zur Impfung

Slavik forderte die Ungarn im Staatsrundfunk auf, sich impfen zu lassen. Bisher sei mehr als eine Million Menschen immunisiert worden. Doch um die Pandemie zu bremsen, seien zwei bis zweieinhalb Millionen Geimpfte nötig.

Österreicher wollen russischen Impfstoff in Ungarn

Laut Medienberichten würden sich Österreicher gerne in Ungarn mit der russischen Vakzine Sputnik V impfen lassen. Die ungarische Botschaft in Wien habe solche Anträge abgewiesen, berichtete das Onlineportal "Index.hu". In Ungarn erhielten nur Menschen mit ungarischer Sozialversicherung eine Impfung.

Bis zu 40.000 Corona-Tote befürchtet

Ein dramatisches Szenario zeichneten amerikanische Corona-Analysten vom Institut IHME (Health Metrics and Evaluation) für Ungarn, berichtete das Onlineportal "444.hu". Bis Ende März könnten eine tägliche Sterberate von 500 und bis Juli insgesamt mehr als 40.000 Corona-Opfer verzeichnet werden.

(Quelle: APA)

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