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"B.1.1.7."

Virus-Mutation: 70 Verdachtsfälle in Österreich

Anschober: "Schwierigste Phase der Pandemie"

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober werden 70 Verdachtsfälle auf die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation B.1.1.7. in Österreich geprüft.

Wie Anschober in Beantwortung einer Dringlichen Anfrage der SPÖ im Nationalrats sagte, werden alleine diese Woche 1.800 Sequenzierungen vorbereitet, um Viren auf Mutationen zu überprüfen. Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwartet er nun die "schwierigste Phase der Pandemie".

Flachau, Weltcup, 2021 FMT-Pictures/FM
Der Tag vor dem Weltcup-Highlight in Flachau.

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Virus-Mutation erklärt hohe Infektionszahlen

Bei der britischen Mutation kommen auf zehn Infizierte 15 neue Ansteckungen, betonte Anschober. "So ist Irland erklärbar, so sind die alarmierenden Zahlen in der Slowakei erklärbar", sagte Anschober mit Verweis auf die dort stark steigenden Infektionszahlen.

"B.1.1.7.": 42 Verdachtsfälle in Wien, 17 in Tirol

Alleine 42 Verdachtsfälle wurden laut Mitteilung vom Dienstag in einem Wiener Pflegeheim entdeckt. Weitere 17 bei Skilehrern in Tirol.

(Quelle: APA)

Lockdown in Österreich vor Verlängerung

In der Regierung wird derzeit über eine mögliche Verlängerung des bis 24. Jänner geltenden Lockdowns beraten. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Zu den Schulen könnte dem Vernehmen nach bereits am Mittwoch entschieden werden, es dürfte in Richtung Verlängerung des Distance Learning gehen.

Es werde natürlich ständig diskutiert, was die sich ändernden Rahmenbedingungen bedeuten, sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch nach dem Ministerrat.

Corona-Mutation bereitet Sorgen

Die Situation sei durch die nun auch in Österreich aufgetretene britische Mutation "B.1.1.7." des Coronavirus eine "sehr, sehr schwierige", sagte Blümel im Pressefoyer. Es gebe "in ganz Europa eine neue Diskussion, wie man auf das Virus reagiert, es ist wesentlich aggressiver".

Schutzmaske, FFP2, Coronavirus, SB APA/AFP/JOEL SAGET
(SYMBOLBILD)

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Auch verwies er auf die Daten aus Irland: Dort seien die Infektionszahlen vor wenigen Wochen ganz unten gewesen – und innerhalb weniger Wochen seien "die Inzidenz-Zahlen explodiert".

Deutschland vor Lockdown-Verlängerung

Auch blickte der Minister ins nördliche Nachbarland: "In Deutschland wird diskutiert, ob der Lockdown noch verschärft, verlängert werden soll. Natürlich müssen solche Überlegungen auch in anderen Ländern passieren. Wir verfolgen die Situation sehr genau, es gibt regelmäßige Debatten darüber, was das für die Maßnahmen bedeutet."

Entscheidung über Schulen ausstehend

Die Entscheidung über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Lockdowns werden die jeweiligen Fachminister bekannt geben. Auch hinsichtlich der Schulen, für die ja eigentlich die Rückkehr in den Präsenz-Unterricht mit kommendem Montag geplant ist, werde es "in den nächsten Tagen" eine Entscheidung geben, so der Minister. Laut APA-Informationen könnte diese eventuell bereits am heutigen Mittwoch verkündet werden.

SB: Schule APA/HARALD SCHNEIDER
der provisorischen "Klasse" am Freitag, 04. Dezember 2020 bei einem Termin in der Turnhalle der Stadthalle Gänserndorf , wo ein Ausweichquartier der Handelsakademie (HAK) Gänserndorf errichtet wurde. - FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER

Bleiben Schulen doch länger geschlossen?

Die Entscheidung über die Rückkehr der Schüler in den Präsenzunterricht wird vermutlich erst morgen oder übermorgen fallen. Ziel sei es, bis Mitte der Woche Klarheit zu haben, hieß es aus dem …

Bereits am Dienstagabend hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erklärt, dass eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in dieser Woche fallen soll. Auch er verwies dabei auf die neue Mutation, es brauche nun eine "sehr präzisen Analyse" der aktuellen Situation. Man stehe wohl vor der "schwierigste Phase" der Pandemie, meinte der Ressortchef – und: "Wir haben wirklich ein Problem."

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