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Entscheidung diese Woche

Lockdown in Österreich vor Verlängerung

Sorgen wegen Virus-Mutation "B.1.1.7."

In der Regierung wird derzeit über eine mögliche Verlängerung des bis 24. Jänner geltenden Lockdowns beraten. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Für die Schulen gibt es bereits einen Plan für die Rückkehr.

Es werde natürlich ständig diskutiert, was die sich ändernden Rahmenbedingungen bedeuten, sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch nach dem Ministerrat.

Corona-Mutation bereitet Sorgen

Die Situation sei durch die nun auch in Österreich aufgetretene britische Mutation "B.1.1.7." des Coronavirus eine "sehr, sehr schwierige", sagte Blümel im Pressefoyer. Es gebe "in ganz Europa eine neue Diskussion, wie man auf das Virus reagiert, es ist wesentlich aggressiver".

Auch verwies er auf die Daten aus Irland: Dort seien die Infektionszahlen vor wenigen Wochen ganz unten gewesen – und innerhalb weniger Wochen seien "die Inzidenz-Zahlen explodiert".

Deutschland vor Lockdown-Verlängerung

Auch blickte der Minister ins nördliche Nachbarland: "In Deutschland wird diskutiert, ob der Lockdown noch verschärft, verlängert werden soll. Natürlich müssen solche Überlegungen auch in anderen Ländern passieren. Wir verfolgen die Situation sehr genau, es gibt regelmäßige Debatten darüber, was das für die Maßnahmen bedeutet."

Entscheidung über Schulen

Die Entscheidung über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Lockdowns werden die jeweiligen Fachminister bekannt geben. Hinsichtlich der Schulen ist diese am Mittwoch schon gefallen: Sie werden noch vor den Semesterferien am 25. Jänner wieder öffnen. Zu den Details geht es HIER entlang.

schule.jpg APA/Hans Punz/Archiv
Die Regelung der Regierung sieht vor, dass die AHS-Oberstufen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) ab Montag geschlossen sind und den Unterricht auf E-Learning umstellen. (SYMBOLBILD)

Neuer Lockdown könnte Schul-Rückkehr verhindern

Die Schulen sollen noch vor den Semesterferien wieder öffnen. Ab 25. Jänner soll der Unterricht stattfinden, allerdings im Schichtbetrieb und mit weiteren Vorsichtsmaßnahmen. Dieser Plan gilt aber …

Bereits am Dienstagabend hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erklärt, dass eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in dieser Woche fallen soll. Auch er verwies dabei auf die neue Mutation, es brauche nun eine "sehr präzisen Analyse" der aktuellen Situation. Man stehe wohl vor der "schwierigste Phase" der Pandemie, meinte der Ressortchef – und: "Wir haben wirklich ein Problem."

(Quelle: APA)

Aktuelle Corona-Zahlen für Österreich

SB, Corona-Test, Test, Schnelltest.jpg SALZBURG24/Wurzer
Die Salzburger Miliz-Soldaten rückten in die Schwarzenberg-Kaserne ein.

Eineinhalb Wochen vor dem im Raum stehenden Ende des dritten harten Lockdowns in Österreich ist die Zahl der Neuinfektionen wieder auf knapp 2.000 gestiegen.

Innerhalb von 24 Stunden wurden 1.917 Neuinfektionen gemeldet, im Schnitt waren es in der vergangenen Woche somit täglich 1.937 neue Fälle. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen stieg um 49 auf bereits 6.868 Todesopfer, so die Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium.

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Neuinfektionen nach Bundesländern

Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf:

  • Burgenland: 59
  • Kärnten: 165
  • Niederösterreich: 383
  • Oberösterreich: 302
  • Salzburg: 188
  • Steiermark: 296
  • Tirol: 104
  • Vorarlberg: 59
  • Wien: 361

Weniger Patienten in Spitalsbehandlung

Weiterhin sehr hoch, aber seit Montag rückläufig ist die Zahl der Spitalspatienten. Am Mittwoch mussten 2.179 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden, 122 weniger als am Montag. Innerhalb einer Woche ging die Zahl der Erkrankten in Spitälern um 204 zurück. Von den Hospitalisierten lagen am Mittwoch 354 auf Intensivstationen, 24 weniger als am Vortag. Innerhalb einer Woche hat sich die Zahl der Intensivpatienten um sieben verringert.

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Knapp 20.000 aktive Fälle in Österreich

19.190 Menschen galten am Mittwoch als bestätigt aktiv infiziert - 262 weniger als am Dienstag. Den 1.917 Neuinfektionen standen 2.130 neu Genesene gegenüber. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tages-Inzidenz) ist mit 152,3 weiterhin sehr hoch. Innerhalb einer Woche kamen 343 an oder mit Covid-19 Gestorbene hinzu. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 77,2 SARS-CoV-2-Tote verzeichnet.

Fast 50 Corona-Tote täglich

Im Schnitt waren es in den vergangenen sieben Tagen täglich 49 Menschen, die an den Folgen oder mit einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind. Die Sieben-Tages-Inzidenz bei den Toten beträgt 3,9 - das heißt, dass in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner vier Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind.

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