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Wind bereitet Sorgen

Lagerfeuer mögliche Ursache für Rax-Waldbrand

500 Helfer im Einsatz

Im Kampf gegen den seit Wochenbeginn wütenden Waldbrand in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) sind am Donnerstag 500 Helfer, davon 400 Feuerwehrleute, im Einsatz gewesen. Laut Polizei könnte ein Lagerfeuer den Brand ausgelöst haben.

Die "Verteidigungsfront" an der Höllental-Bundesstraße (B27) war errichtet, teilte Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich mit. Dass der Wind wie prognostiziert anziehe, bereite Sorge, unterstrich der Sprecher.

Waldbrand im Rax-Gebiet APA/PRESSETEAM D. FF WR. NEUSTADT
Flughelfer aus Wiener Neustadt sind im Dauereinsatz. 

Waldbrand im Rax-Gebiet: Sorge um Wind

Bei dem riesigen Waldbrand in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) bereitet den Einsatzkräften nun starker Wind große Sorge, der für morgen, Donnerstag, …

Wasserwand soll Übergreifen der Flammen verhindern

Wenn notwendig, sollten fünf an der B27 positionierte Großtanklöschfahrzeuge mit einer Wasserwand einen Flammenüberschlag auf die Rax-Seite verhindern bzw. auch Funkenflug hintanhalten, erläuterte Resperger. Im Brandgebiet seien in der Nacht vereinzelt Wurzelstöcke herabgestürzt und abgelöscht worden. Zu einer weiteren Ausbreitung der Flammen sei es nicht gekommen.

Mehrere Hubschrauber im Einsatz

Im Kampf gegen den "größten Waldbrand, den es je in Österreich gab" waren auch am Donnerstag wieder Hubschrauber des Bundesheeres und der Polizei im Einsatz. In Hirschwang eingetroffen war laut Resperger zudem die "mobile Küche" der Feuerwehr zur Versorgung der Einsatzkräfte.

Zigarette oder Lagerfeuer mögliche Ursache

Erste Hinweise gab es indes auf eine Brandursache. Es deute vieles auf ein Lagerfeuer oder auf eine weggeworfene Zigarette als Auslöser hin, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Offenes Feuer in dem Gebiet sei gemäß der Waldbrandverordnung ebenso wie nach dem Forstgesetz freilich verboten. Die Bezirksbrandermittler würden Umfelderhebungen durchführen, etwa hinsichtlich Gästen in umliegenden Hütten, so der Sprecher.

Ein Bild der Lage haben sich am Donnerstag auch Bundeskanzler Alexander Schallenberg, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger sowie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Beisein von Niederösterreichs LHStv. Stephan Pernkopf (alle ÖVP) gemacht. "Die Herausforderung, vor der die Einsatzkräfte hier im Rax-Schneeberg-Gebiet stehen, ist enorm. Das Engagement der vielen Freiwilligen, die sich extra Urlaub nehmen, um hier mit anzupacken, ringt mir höchsten Respekt ab", betonte der Regierungschef. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, zwischen Feuerwehr, Bundesheer, Polizei, Bergrettung und Rotes Kreuz bezeichnete er als "wirklich beeindruckend".

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bezeichnete die Situation in einer Aussendung als "äußerst besorgniserregend". Derzeit seien vier Hubschrauber der Flugpolizei bei den Löscharbeiten im Einsatz. Die Maschinen könnten durch ein spezielles Lasthakensystem bis zu 680 Liter Wasser pro Flug aufnehmen. Zwei Drohnen würden in Hirschwang ebenfalls ihren Dienst versehen und u.a. Brandherde lokalisieren.

Zudem unterstütze die Flugpolizei auch bei Personen- und Außenlasttransporten sowie bei Aufklärungsflügen. "Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einsatzkräfte funktioniert reibungslos", sprach Nehammer der "Blaulichtfamilie" seinen Dank aus.

Waldbrand im Rax-Gebiet breitet sich rasch aus

Der Brand war am Montag ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich extrem rasch aus - innerhalb von zehn Stunden von fünf auf mehr als 100 Hektar.

(Quelle: APA)

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