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Nach Korruptions-Vorwürfen

Kurz sagt Reise nach Israel ab

Wegen Nationalrats-Sondersitzung am Dienstag

Kurz APA/HELMUT FOHRINGER
Bundeskanzler Sebastian Kurz hat seinen Besuch in Israel wegen der Nationalratssondersitzung kurzfristig verschoben. (ARCHIVBILD)

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat laut israelischen Medien einen geplanten Besuch in Israel abgesagt. Grund sei die Nationalrats-Sondersitzung am Dienstag, die die Anwesenheit des Kanzlers erfordert.

Das schreibt der Journalist des israelischen Fernsehsenders Kan, Amichai Stein, am Donnerstagabend auf Twitter. Aus dem Bundeskanzleramt hieß es dazu auf APA-Anfrage, dass die Reise verschoben werde.

Israel Partner bei Bekämpfung der Pandemie 

Kurz, der ein sehr freundschaftliches Verhältnis zum früheren israelischen Premier Benjamin Netanyahu pflegte, ist bisher noch nicht persönlich mit dessen Nachfolger Naftali Bennett zusammengekommen. In einem Telefonat im Juli vereinbarten die beiden Regierungschefs eine Fortsetzung der engen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. "Wir werden nun das Upgrade unserer Beziehungen zu einer strategischen Partnerschaft finalisieren", hatte Kurz nach dem Gespräch angekündigt sowie auch einen regen „Besuchsaustausch“ zwischen Österreich und Israel.

Dem rechtskonservativen Likud-Politiker Netanyahu war es trotz eines Wahlsiegs nach der Parlamentswahl nicht gelungen, eine stabile Regierung zu bilden. Seine Koalition war 2018 zerbrochen. Vier Parlamentswahlen endeten danach immer wieder mit einer Pattsituation. Schlussendlich einigten sich Bennett und der liberale Oppositionsführer Yair Lapid auf eine Acht-Parteien-Koalition ohne Netanyahu. Der frühere Langzeitpremier steht seit Mai 2020 in mehreren Fällen wegen Korruption, Betrugs und Untreue vor Gericht.

(Quelle: APA)

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