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Belarus

Lukaschenko will Putins Hilfe

Anhaltende Proteste in Weißrussland

Der durch die anhaltenden Proteste in Bedrängnis geratene weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko will offenbar den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Hilfe rufen. "Putin muss kontaktiert werden, damit ich mit ihm sprechen kann, weil das nicht mehr nur eine Bedrohung für Belarus darstellt", wird Lukaschenko von der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zitiert.

Nach Lukaschenkos offenkundig manipulierten Wahlsieg in der vergangenen Woche kommt es täglich Massenprotesten. "Die Verteidigung von Weißrussland ist heute nicht weniger als die Verteidigung unserer gesamten Region, unserer Union und ein Vorbild für andere", sagte Lukaschenko laut Belta. "Die meisten von denen, die durch die Straßen ziehen, verstehen das nicht."

Erneut Demos in Minsk

Trotz der Freilassung vieler Gefangener in Weißrussland hatten wieder Zehntausende Menschen in Minsk demonstriert. Zu Kundgebungen kam es landesweit. In vielen Städten bildeten Demonstranten Menschenketten. In Retschiza im Süden des Landes war auf Videos zu sehen, wie ein Soldat demonstrierenden Frauen Blumen überreichte. In vielen Staatsbetrieben legten Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Für diesen Samstag sind erneut größere Proteste geplant.

(Quelle: Apa/Dpa)

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